Tarifrunde ÖD 2020

    2000 Kolleg*innen streiken in Düsseldorf im Schichtbetrieb

    Tarifrunde ÖD 2020

    2000 Kolleg*innen streiken in Düsseldorf im Schichtbetrieb

    Etwa 2000 Kolleg*innen beteiligten sich am 15.10.2020 am Warnstreik in Düsseldorf, im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes (TVöD) und den angeschlossenen Tarifrunden.
    Jetzt seid Ihr dran! Streiktag am 15.10.2020 in Düsseldorf ver.di Jetzt seid Ihr dran! Streiktag am 15.10.2020 in Düsseldorf  – Eindrücke der Aktionen im Bezirk Düssel-Rhein-Wupper

     
    Der ver.di-Bezirk Düssel-Rhein-Wupper hatte unter anderem die Stadtverwaltungen Düsseldorf und Ratingen, die Awista, die Stadtwerke, die Rheinbahn, die Agentur für Arbeit und Jobcenter, die Rentenversicherung sowie zahlreiche Krankenhäuser (LVR und Sana) und die hiesigen Sparkassen aufgerufen.

    Von früh um sechs bis mittags um zwölf trafen die Kolleg*innen im stündlichen Schichtbetrieb am Kundgebungsplatz vor dem ver.di-Landesbezirk ein. Womit sich die Kundgebung wohl als die längste ihrer Art, einen Platz in den Geschichtsbüchern des ver.di Bezirks Düssel-Rhein-Wupper gesichert haben dürfte.


    Zahlreiche Kolleg*innen ergriffen im Rahmen der Veranstaltung für die Beschäftigten in ihren Betrieben und Dienststellen das Wort: Ihren ganz persönlichen Weg in die Gewerkschaftsbewegung beschrieben u.a. die Kolleginnen Petra Classen und Hardy Krings (Awista) und Birgit Biester (Sparkasse). Aus der Stadtverwaltung Düsseldorf und als Vorsitzende des Bundesfachbereich Gemeinden, schilderte Katharina Lang (ver.di Bundesfachbereichsvorsitzende Gemeinden) anschließend hautnah, wie sehr die sich verschärfende Corona-Lage die Kolleg*innen der Gesundheitsämter aktuell in Anspruch nimmt und wie enorm die Verärgerung bundesweit in den Kommunalverwaltungen über die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite ist. Sabine Uhlenkott brachte als Landesfachbereichsleiterin Gemeinden auf den Punkt, dass der Angriff der Arbeitergeberseite auf die Eingruppierung „Stichwort: Arbeitsvorgang“, nicht mehr und nicht weniger als ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten ist.

    Grußbotschaft von Christine Behle, stellvertretende ver.di Vorsitzende

    Besonders emotional fielen die Beiträge von Nuray Kazancioglu (LVR-Klinik Langenfeld), Kolleginnen aus der ver.di Jugend, Lina Paulweber und Aurinia Mader (LVR-Klinikum Düsseldorf) sowie Katharina Wesenick (Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales) aus, die auf die unterschiedlichen Facetten der Beschäftigungsbedingungen (u.a. Personalmangel und Überlastungssituationen sowie strukturelle Unterfinanzierung,) in den Kliniken aufmerksam machten und bei den Streikenden für einen großen Beifallssturm sorgten.

     
    Highlight des Tages war die Rede unserer Landesleiterin Gabriele Schmidt, die den Beschäftigten massiv den Rücken stärkte. Unmissverständlich machte sie noch einmal klar, dass der ver.di Landesbezirk NRW kampfbereit ist und die Kolleg*innen nun endlich ein verhandlungsfähiges Angebot erwarten.
     


    Auch Kolleg*innen von Fridays for Future und Attac waren vor Ort um gemeinsam für die Verkehrswende Flagge zu zeigen. Celine Coldewe von Fridays for Future hat mit ihrem Redebeitrag unsere gemeinsamen Ziele beschrieben. Ein Selbstverständnis dabei ist die angemessene Bezahlung der Kolleginnen und Kollegen. Auch Kollege Thomas Eberhard-Köster hat für Attac und zur dringlichen Verkehrswende gesprochen. Für die Stärkung des ÖPNV und mehr Einkommen – unser gemeinsames Ziel!

    Eindrücke der Aktionen im Bezirk Düssel-Rhein-Wupper

    Übrigens:

    Tarifrunden werden nicht am Verhandlungstisch entschieden. Entscheidend ist am Ende immer der betriebliche Druck, dem sich der Arbeitgeber ausgesetzt sieht!

    Eine Gewerkschaft ist so stark, wie die Kraft ist, die ihr ihre aktiven Mitglieder verleihen.

    Wer gute Tarifverträge will, muss sich einbringen, muss mitziehen, muss ver.di-Mitglied werden!

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