Tarifrunde ÖD 2018

    Zweite Warnstreikwelle in der Tarifrunde ÖD

    Zweite Warnstreikwelle in der Tarifrunde ÖD

    Warnstreik in Düsseldorf ver.di Warnstreik in Düsseldorf

    In der heutigen Warnstreikwelle am 20.03.2018 haben sich in Düsseldorf 2.400 Beschäftigte und in Wuppertal 1.000 Beschäftigte beteiligt.

    Die Bürgerinnen und Bürger bekamen die Auswirkungen deutlich zu spüren. In Wuppertal fuhren weder Busse, noch die Schwebebahn und auch in Düsseldorf war der Warnstreik nicht zu übersehen.
    Trotz Schnee und Eiseskälte haben sich die Streikenden vor ihre Betriebe begeben.

    Mit einem knapp zweistündigen Protestmarsch zum zentralen Kundgebungsort am Burgplatz, der sich den lokalen Warnstreiks anschloss, wurden die Düsseldorfer*innen heute zum ersten Mal auf eine harte Geduldsprobe gestellt.
    Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr waren nicht zu vermeiden.

    Rund 75 Beschäftigte der Deutschen Rentenversicherung Rheinland haben sich ebenfalls am Warnstreik beteiligt. Um die Belegschaft auf den Nachholbedarf aufmerksam zu machen hat die Betriebsgruppe dieses mit einer "Tarifbaustelle" öffentlichkeitswirksam dargestellt. Im Anschluss sammelten sich die Streikenden vor dem Dienstgebäude und haben ihren Forderungen lautstark Nachdruck verliehen und haben sich dann dem Demozug zur Kundgebung auf dem Burgplatz angeschlossen.

     

    Warnstreik in Düsseldorf Bernd Steeg Warnstreik in Düsseldorf

    Pünktlich zum Beginn der Kundgebung klarte auch der Himmel auf und die Sonne zeigte sich den Beschäftigten. Diese machten mit Redebeiträgen auf die Wichtigkeit der Forderungen in ihren Betrieben aufmerksam.

    "Die Kollegen in Müllabfuhr und Straßenreinigung verlangen eine deutliche Lohnerhöhung in den niedrigen Entgeltgruppen. Nur so können wir auch zukünftig den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern sichern. Deshalb ist unsere Mindestforderung von 200 Euro unverzichtbar" erläuterte zum Beispiel Michael Kranenburg, Betriebsratsvorsitzender der AWISTA in Düsseldorf.

    Der Warnstreik am heutigen Dienstag war überwältigend:
    „Das ist ein klares Zeichen an die Arbeitgeber, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen", fordert Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper.

    Die Warnstreiks wurden am Mittwoch fortgesetzt.

    Viele Solinger litten gestern unter dem Warnstreik im öffentlichen Dienst. 900 Protestler legten nicht nur die Arbeit nieder, sondern damit Solingen lahm: Es fuhren ganztags keine Busse.
    Schon um drei Uhr früh stülpten sich Busfahrer des SWS-Verkehrsbetriebs die Plastik-Westen der Gewerkschaft über und griffen zur Fahne. Gewerkschaftssekretärin Dagmar Paasch, Verdi-Organisatorin des Warnstreiks, begrüßte persönlich die Streikenden an der Schranke des Bus-Depots an der Weidenstraße: „Für 24 Stunden wird kein Bus das Gelände hier verlassen“, sagte sie.

     Um 9 Uhr begann der Protestmarsch, der vom Gelände der Technischen Betriebe zunächst zum Versorgungsbetrieb der Stadtwerke führte. Von dort aus zogen die Streikenden zum Bus-Depot Weidenstraße und schließlich – eskortiert von der Polizei – weiter zum Rathaus. Dort fand die Abschlusskundgebung statt. Mitarbeiter der Müllabfuhr hatten eigens dafür ihre Touren unterbrochen, waren mit den Müllwagen gekommen.
    Dagmar Paasch: „Wir sind nicht mehr in der Phase, Forderungen zu formulieren. Wir kämpfen jetzt für ihre Durchsetzung.“ Kritik übten Rednerinnen an Stadtkämmerer Ralf Weeke, der am Vortag in einem TV-Interview vor Lohnerhöhungen gewarnt, und für diesen Fall Steuererhöhungen angekündigt hatte. „Auch wir sind Steuerzahler und lassen uns weder spalten noch ausgrenzen“, konterte Paasch.