Tag der Arbeit

    Tag der Arbeit 2018

    Tag der Arbeit 2018

    1. Mai 2018 DGB 1. Mai 2018

    Der Tag der Arbeit begann 2018 stürmisch und kalt.
    So stürmisch, wie die Zeiten, in denen wir uns bewegen.

    Mit unseren Demonstrationszügen und schönen stimmungsvollen Familienfesten in unserem Bezirk Düssel-Rhein-Wupper wurde unser Kampf- und Feiertag zum strahlenden Sonnentag! Selten haben wir eine so gute Stimmung am 1. Mai erlebt.

    Starke Demozüge und knackige Reden.
    Die Gewerkschaftsjugend war, wie immer, mit unübersehbarer Präsenz vertreten.
    Es war ein tolles Hand in Hand zusammenarbeiten. Klasse Kolleginnen und Kollegen!

     
    Tag der Arbeit:
    ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske fordert mehr Investitionen in die Daseinsvorsorge, Stärkung der Tarifbindung und Beseitigung des Pflegenotstandes

    Berlin, 01.05.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) drängt die Politik mit Nachdruck darauf, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und mehr für die soziale Gerechtigkeit zu tun. „Wir brauchen mehr staatliche Investitionen in die Daseinsvorsorge: in bezahlbaren Wohnraum, in Bildung und Erziehung, in die Alterssicherung. Da muss die Koalition jetzt zügig umsetzen, was sie sich vorgenommen hat“, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in seiner Rede zum „Tag der Arbeit“. Dabei dürfe die Koalition aber nicht stehen bleiben. „Sie muss weit darüber hinaus gehen, wenn sie die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger stärken will. Investitionen in die gesellschaftliche Infrastruktur sind auch Gerechtigkeitspolitik.“

    Darüber hinaus forderte Bsirske eine Stärkung der Tarifbindung in Deutschland. Bsirske: „Es gibt einen Trend der Erosion von Tarifbindung. Immer mehr Unternehmen, wie etwa der US-Konzern Amazon, betreiben eine schamlose Politik des Lohndumpings. Dieser Trend der Lohndrückerei muss beendet werden, Tarifflucht darf sich nicht lohnen. Wir brauchen Gesetze, die die Tarifbindung stärken und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern.“

    Bsirske richtete den Fokus auch auf die Folgen der Digitalisierung. „Die so genannten Clickworker arbeiten ohne soziale Absicherung für Hungerlöhne. Das geht nicht. Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass Internet-Plattformen als Arbeitgeber Sozialabgaben entrichten.“ Großen Handlungsbedarf sah Bsirske auch bei Kurier- und Paketdienstdiensten, wo eingesetzte Subunternehmen immer wieder Arbeitnehmerrechte missachten. „Wir brauchen dringend eine Durchgriffshaftung für die Auftraggeber der Subunternehmer, wie es dies bereits in der Fleischindustrie gibt.“

    Mit Blick auf Krankenhäuser und Einrichtungen der Altenpflege mahnte Bsirske die Beseitigung des Pflegenotstandes in Deutschland an. „Wir haben ein massives Problem in der Pflege, das dringend gelöst werden muss. Die Einführung von Personalbemessungsvorgaben muss zügig umgesetzt werden. Und es bedarf dringend einer Aufwertung der pflegerischen und sozialen Berufe, auf die wir alle angewiesen sind.“

     
    Unsere Geschäftsführerin Stephanie Peifer zum 1. Mai 2018

    Mai-Zeitung 2018 DGB Düsseldof Bergisch Land DGB Mai-Zeitung 2018 DGB Düsseldof Bergisch Land

    Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit 2018

    Wir stehen für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Dafür kämpfen Gewerkschaften!

    Die Große Koalition hat sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reicht nicht. Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte.

    Wir wollen, dass niemand sich fragen muss, ob der Arbeitsplatz sicher ist, ob das Geld und später die Rente reichen. Wir wollen, dass mehr Beschäftigte den Schutz von Tarifverträgen genießen, und mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Wir wollen ein gerechtes Steuersystem, mit dem eine solide Infrastruktur und bezahlbare Wohnungen finanziert werden, und einen öffentlichen Dienst, der seine Aufgaben gut erfüllen kann. Wir wollen gute Bildung für alle Kinder. Sie haben ein Recht darauf. Rentnerinnen und Rentner sollen in Würde altern können.

    Diese Koalition muss ihre Vorhaben bei der Pflege, bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, bei der sachgrundlosen Befristung, bei dem Rückkehrrecht auf Vollzeit, bei den Investitionen in Bildung, Wohnungen und Inrastruktur schnell und vollständig umsetzen. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Sie muss mutiger werden!

    • Niedriglöhne, Mini- und Midijobs sind keine Perspektive für die Zukunft: Schluss damit!
      Sie gehören abgeschafft, nicht ausgeweitet! Die Schonzeit für die Arbeitgeber ist vorüber!
       
    • Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst gehören abgeschafft! Wir fordern mehr Personal!
       
    • Finger weg vom Arbeitszeitgesetz – mehr Mitbestimmung der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung!
       
    • Investiert endlich in bessere Bildung und Infrastruktur. Sofort!
       
    • Eine Lohnlücke von 21 Prozent bei der Bezahlung von Frauen ist ungerecht. Beendet das!
       
    • Arbeitgeber, die aus der Tarifbindung flüchten, verweigern gerechte Löhne. Verbietet es ihnen!
       
    • Reiche müssen mehr tragen als Arme – wir fordern ein gerechtes Steuersystem. Jetzt!
       
    • Europa ist ein fantastisches und einzigartiges Projekt, es darf nicht scheitern. Stärkt ein soziales und solidarisches Europa!

    Dafür gehen wir am 1. Mai auf die Straße – mit Dir!
    Der 1. Mai ist unser Tag der Solidarität.

    Wir demonstrieren gegen Krieg und Intoleranz, Rassismus und Rechtspopulismus.