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    Skandal à la HELIOS: Demo gegen Gehaltskürzung

    Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Skandal à la HELIOS: Demo gegen Gehaltskürzung

    „HELIOS Wuppertal hat im Januar über 100 Beschäftigten Zulagen gestrichen, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit vielen Jahren gezahlt wurden. Ein Skandal nicht nur aufgrund des Fachkräftemangels, sonder auch aufgrund des Umgangs mit Beschäftigten“, erläutert Silke Iffländer, stellv. Geschäftsführerin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die jüngsten Rationalisierungen im HELIOS Konzern.

    Ein Schreiben der Personalabteilung erhielten die Beschäftigten erst, nachdem ihnen die Zulagen bereits vom Gehalt abgezogen wurden. An dieser Stelle räumt die Geschäftsführung selbst „Verbesserungspotential“ ein. Nicht abrücken will sie allerdings von der tatsächlichen Streichung der Zulage.

    „Die von den Gehaltskürzungen betroffenen Beschäftigten sind wütend über die Vorgehensweise der Geschäftsführung. Ein Gesundheitskonzern, der jedes Jahr Millionengewinne erwirtschaftet, streicht zum Dank langjährig Beschäftigten Zulagen. Das ist erbärmlich, selbst wenn es nur zwischen 35 und 45 € sind. Es geht uns nicht um eine rechtliche Bewertung der Sach- und Rechtslage. Es geht um Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten und Motivation. HELIOS hat bereits Probleme bei der Personalakquise in verschiedenen Bereichen. Mit einer solchen Vorgehensweise wird man den Wettbewerb um Fachkräfte sicher nicht gewinnen und attraktiver Arbeitgeber werden“, führt Silke Iffländer weiter aus.

    „Wir setzen der GF ein Ultimatum. Die Zulagen sind bis Ende Februar zu zahlen. Passiert dies nicht, rufen wir alle Beschäftigten für Donnerstag, den 03.03.2016 um 13:00 Uhr zu einer Demonstration vorm HELIOS Klinikum in Barmen auf. Schluss mit Skandalen und Rationalisierungen. HELIOS muss endlich auch in Köpfe investieren“, so Silke Iffländer abschließend.