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    Auf dem Verhandlungsweg kommen wir nicht weiter.

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Auch nach intensiven Gesprächen müssen wir feststellen: Auf dem Verhandlungsweg kommen wir nicht weiter.

    Soziale Berufe aufwerten
    SuE-Info vom 21.04.2015 ver.di SuE-Info vom 21.04.2015

    Fünfte Verhandlungsrunde am 20. und 21. April 2015 in Offenbach

    Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst in der fünften Verhandlungsrunde gescheitert – ver.di- Bundestarifkommission entscheidet über Urabstimmung!

    Die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe sind in der fünften Verhandlungsrunde am 20. und 21. April 2015 in Offenbach erneut ohne Ergebnis geblieben. Die ver.di-Verhandlungskommission hat deshalb einstimmig beschlossen, bei der Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst die Feststellung des Scheiterns der Verhandlungen und die Durchführung der Urabstimmung zu beantragen.

    Schwerpunkt der fünften Verhandlungsrunde sollte die Eingruppierung der Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagogen /-innen sein. Hierzu erklärten die Arbeitgeber jedoch kategorisch, dass sie keinerlei Veränderungsbedarf bei der Eingruppierung sähen, und legten deshalb auch kein Angebot vor. Sie meinten, mit der Einfügung der Entgeltgruppe S 14 für die Beschäftigten mit der Verantwortung für das Kindeswohl oder mit gleichwertigen Tätigkeiten in den Verhandlungen von 2009 sei bereits allem Veränderungsbedarf Rechnung getragen worden.

    Auch bei den anderen bisher noch nicht besprochenen Berufsgruppen sahen die VKA-Vertreter keinen Bedarf für eine höhere Eingruppierung oder äußerten sich gar nicht inhaltlich dazu. Dies gilt für Kinderpfl eger/-innen, Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung in Werkstätten für behinderte Menschen, Leitungen von Tagesstätten für Erwachsene, Leitungen von Erziehungsheimen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten sowie für Beschäftigte, die zusätzlich mit Praxisanleitungsaufgaben oder Ausbildungsaufgaben beauftragt sind.

    Die ver.di-Verhandlungskommission stellte deshalb fest, dass die kommunalen Arbeitgeber auch weiterhin nicht bereit sind, dem gesellschaftlich notwendigen Aufwertungsbedarf der Tätigkeit im Sozial- und Erziehungsdienst nachzukommen. Wie schon im Verhandlungsauftakt vor zwei Monaten sind sie unverändert bei ihrer Haltung geblieben, nicht einmal einen Grund für eine verbesserte Eingruppierung der Beschäftigten zu sehen. Weder bei den Erzieher/-innen oder Kinderpfleger/-innen, den Gruppenleitungen in Werkstätten für behinderte Menschen oder den Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagoginnen waren die Arbeitgeber zu einer verbesserten Grundeingruppierung bereit. Auch bei den Kita-Leitungen sollten aus ihrer Sicht keine generellen Verbesserungen erfolgen.

    Jetzt muss der Druck durch die Urabstimmung und anschließende bundesweite Erzwingungsstreiks erhöht werden!

    Beteiligt euch an der Urabstimmung!

    Nähere Informationen in den ver.di-Bezirken.