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    Mindest-Kurzarbeitergeld jetzt!

    Mindest-Kurzarbeitergeld jetzt!

    Seit Wochen sind sie wieder geschlossen: Friseure, Kinos, Hotels, Cafés, Restaurants, Geschäfte im Einzelhandel und viele mehr. Hunderttausende Kolleg*innen sind von den Schließungen betroffen und in Kurzarbeit. Seit drei Monaten müssen sie mit 60 Prozent (67 Prozent mit Kindern) oder 70 Prozent (bzw. 77 Prozent) ihres ohnehin schon sehr niedrigen Einkommens auskommen. Oft reicht das Geld vorne und hinten nicht, ohne eigenes Verschulden geraten diese Menschen in existenzgefährdende Notlagen.

    Unsere Kolleg*innen brauchen in dieser dramatischen Situation dringend Unterstützung. Zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert ver.di deshalb in einem offenen Brief an die Regierung ein branchenunabhängiges Mindest-Kurzarbeitergeld in einer Höhe von 1.200 Euro, angelehnt an den gesetzlichen Mindestlohn.

    Du kannst dich uns anschließen und unsere Petition dazu hier unterzeichnen.

    Pressemitteilung ver.di Bundesvorstand:

    ver.di und NGG fordern:
    Mindest-Kurzarbeitergeld jetzt! – Online-Petition und Offener Brief an die Politik

    In einem Offenen Brief an die Bundesregierung und einer Online-Petition fordern die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Einführung eines branchenunabhängigen Mindest-Kurzarbeitergeldes von 1.200 Euro pro Monat, um Hunderttausende vom Lockdown besonders betroffene Beschäftigte zu unterstützen. „Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen sind Maßnahmen zu treffen, die helfen, Menschenleben zu schützen und die Pandemie zu überwinden“, heißt es in dem Offenen Brief, zu dessen Erstunterzeichnenden neben den beiden Gewerkschaftsvorsitzenden unter anderem auch die Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion, Karin Göring-Eckart und Anton Hofreiter gehören. „Wir erleben allerdings auch die gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Beschlüsse auf die Beschäftigten der von NGG und ver.di organisierten Branchen. Weiterhin geschlossene Hotels, Cafés, Restaurants, Kinos, um nur einige zu nennen, haben schwerwiegende Folgen.“ Hunderttausende Beschäftige der betroffenen Branchen seien erneut in Kurzarbeit oder hätten ihren Arbeitsplatz verloren.

    Nach Berechnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung sei in der Pandemie ein großer Teil der Niedriglohnbezieherinnen und Niedriglohnbezieher trotz des Bezuges von Kurzarbeitergeld in existenzielle Nöte geraten, heißt es in dem Offenen Brief weiter. 60 oder 70 Prozent von einem sehr niedrigen Einkommen seien existenzgefährdend wenig, und mögliche Rücklagen bei Beschäftigten aus dem Niedriglohnbereich seien nach mehreren Pandemiemonaten aufgebraucht. „Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen in dieser dramatischen Situation Ihre Unterstützung: Wir fordern für sie die Einführung eines branchenunabhängigen Mindest-Kurzarbeitergeldes von 1.200 Euro. Berechnungsbasis ist der gesetzliche Mindestlohn.“ Das Mindest-Kurzarbeitergeld sei eine Untergrenze; es sei eine Ergänzung und keine Alternative zu bestehenden Leistungen und Regelungen.