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    Jetzt geht's los: Die Aufwertung sozialer Arbeit ist überfällig

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Jetzt geht's los: Die Aufwertung sozialer Arbeit ist überfällig

    Verhandlungsauftakt am 25.03.2015

    Die Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst ist eröffnet. Jetzt sind wir alle gefordert. Denn über das, was am Ende rauskommt, entscheidet vor allem unsere Mobilisierungsbereit-schaft.

    Wir haben die besseren Argumente
    Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sind im besten Sinne des Wortes Zukunftgestalter/-innen. Deshalb können wir mit Fug und Recht feststellen:

    • Um der zunehmenden Bedeutung der Sozialen Arbeit und den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden sowie dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist es unabdingbar, den Sozial- und Erziehungsdienst weiter gesellschaftlich und tariflich aufzuwerten.

    Richtig gut - richtig bezahlen
    Wir wissen, was wir wert sind. Denn wir sind richtig verlässlich, qualifiziert, motiviert, engagiert, organisiert, unbequem und kämp-ferisch – eben einfach RICHTIG GUT.

    Richtig aufwerten - Richtig dabei
    Tatsache ist: Die kommunalen Arbeitgeber haben 2009 eine Aufwertung verweigert und sich hinter den Eingruppierung von 1991 verbarrikadiert. Wir haben zwar die besseren Ar-gumente, aber das alleine wird nicht reichen.

    • Denn Tariffragen sind Machtfragen - und wenn wir die Barrikaden überwinden wollen, müssen wir alle an einem Strang ziehen.

    Fazit: Jetzt organisieren, Mitglied werden und aktiv die Auf-wertung mit vorbereiten - für eine zeitgemäße und gerechte Eingruppierung!

    Verhandlungstermine
    25.02.2015, 23.03.2015 und 09.04.2015

    ver.di-Mitglieder sind maßgebend
    So wie die ver.di-Mitglieder über die For-derung mit entscheiden, so ist der Druck, den sie parallel zu den Verhand-lungen erzeugen, ent-scheidend für den Aus-gang der Tarifrunde.

    • Und selbstverständlich wird ein Ergebnis den ver.di-Mitgliedern zur Entscheidung vorgelegt.
    • Forderungen: Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen

      Wir fordern für die Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen:

      • Verbesserung der Eingruppierung innerhalb der S-Tabelle im Umfang von durchschnittlich 10 Prozent
      • zwingende Anerkennung aller Vorzeiten bei der Stufenzuordnung
      • KinderpflegerInnen/SozialassisstentInnen in S 5 -bis zur S 6
      • ErzieherInnen / HeilerziehungspflegerInnen in S 10 bis zur S 13,

      Wir:

      • sind Experten für frühkindliche Bildung, Erwachsenenbildner und Netzwerker im Sozialraum
      • sind professionelle pädagogische Fachkräfte und Partner für die Eltern in Sachen Erziehung,

      Aber:
      Honoriert werden all diese Mehrleistungen nicht - weder durch eine angemessene Bezahlung noch durch entsprechende Rahmenbedingungen. Der Personalschlüssel der Einrichtungen ist viel zu knapp bemessen; für Dokumentation, Reflexion und Dialog bleibt im Kita-Alltag kaum Zeit. Das ist nicht nur demotivierend, sondern macht auch krank. Doch ohne unser Engagement ist eine Verbesserung der frühkindlichen Förderung nicht zu machen. Unsere Arbeit muss deshalb angemessen entlohnt werden - durch Sonntagsreden wird unser Beruf nicht attraktiver.

    • Forderungen: Beschäftigte in der sozialen Arbeit

      Wir fordern für die Beschäftigten in allen Berufsfeldern der sozialen Arbeit:

      • Verbesserung der Eingruppierung innerhalb der S-Tabelle im Umfang von durchschnittlich 10 Prozent
      • zwingende Anerkennung aller Vorzeiten bei der Stufenzuordnung
      • Eingruppierung für SozialarbeiterInnen + SozialpädagogInnen in die S 15 bis zur S 18 +

      Wir:

      • sind Experten für Kinder- und Jugendhilfe, Erwachsenenbildner und Netzwerker im Sozialraum
      • sind professionelle BegleiterInnen und BeraterInnen von Jugendlichen in der offenen Jugendarbeit
      • unterstützen SchülerInnen bei der Entwicklung zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Menschen
      • müssen Gefährdungspotenziale rechtzeitig erkennen und notfalls sofort eingreifen
      • planen gemeinsam mit den Eltern individuelle Hilfsmaßnahmen und sorgen für deren Umsetzung
      • beraten Menschen in allen Lebenslagen und Konfliktsituationen

      Aber:
      Dies alles erfordert Sensibilität, Einfühlungsvermögen und Zeit, um die spezifische Familiensituation richtig einschätzen zu können. Die Problemlagen im sozialen Bereich werden komplexer und anspruchsvoller. Damit wachsen auch die Anforderungen und die psychischen Belastungen für die Beschäftigten. Die Arbeit, die wir tagtäglich leisten, ist für das soziale Miteinander in unserer Gesellschaft unentbehrlich - das muss sich auch in der Anerkennung unserer Leistung durch angemessene Bezahlung widerspiegeln.

    • Forderungen: Leitungen von Kindertageseinrichtungen

      Wir fordern für Leitungen von Kindertageseinrichtungen:

      • Verbesserung der Eingruppierung innerhalb der S-Tabelle im Umfang von durchschnittlich 10 Prozent
      • zwingende Anerkennung aller Vorzeiten bei der Stufenzuordnung
      • Plätze, Gruppen und Beschäftigtenzahl als alternative Heraushebungskriterien für Kitaleitungen
      • Kitaleitungen von der S 11 bis zur S 18 +
      • stellvertretende Kitaleitung von der S 11 bis zur S 18

      Wir:

      • sind ExpertenInnen für frühkindliche Bildung, und Netzwerker im Sozialraum
      • sind professionelle pädagogische Fachkräfte und Partner für die Eltern in Sachen Kindheit und Erziehung
      • stehen für Personalführung, Konzeptentwicklung und Teambildung

      Aber:
      Honoriert werden all diese Mehrleistungen nicht - weder durch eine angemessene Bezahlung noch durch veränderte Rahmenbedingungen. Die Leitung einer Kindertagesstätte ist Managementaufgabe. Wir sind Wegbereiter konzeptioneller Veränderungen und bilden Netzwerke für Familien im Stadtteil. Ohne uns funktioniert vieles nicht. All das muss sich in einer entsprechenden Bezahlung widerspiegeln.