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    Unbefristete Streiks werden fortgesetzt

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Unbefristete Streiks werden fortgesetzt

    Soziale Berufe aufwerten

    Die unbefristeten Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst gehen heute in die dritte Woche.

    In Nordrhein-Westfalen haben inzwischen 11.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Mehr als 1.000 Kitas bleiben weiterhin geschlossen. Jugendhilfe-und Behinderteneinrichtungen arbeiten stark eingeschränkt.

    Die Gewerkschaft ver.di hat will in dieser Woche alle Oberbürgermeister/-innen, Bürgermeister/-innen und Landräte/-innen auffordern „Farbe zu bekennen“. Ihr Arbeitgeberverband müsse durch ein verhandlungsfähiges Angebot den Weg für weitere Verhandlungen frei machen. „Die Streiks werden beendet, wenn ein annehmbares Ergebnis vorliegt“, sagte die nordrhein-westfälische ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt. Die Gewerkschaft warnte die Kommunen davor, den Streik als Einnahmequelle zu nutzen, indem Elternbeiträge ohne Gegenleistung einbehalten und Gehälter der Streikenden nicht gezahlt werden. „Die Eltern haben diese nassforsche Form der Wegelagerei längst erkannt“, so Schmidt.

    Für Mittwoch, 27. Mai 2015, hat ver.di landesweit zu einem „Tag der Solidarität“ mit Erzieher/-innen, Sozialarbeitern/-innen, Sozialpädagogen/-innen und Kinderpflegern/-innen aufgerufen. In vielen Städten wird es „aktive Mittagspausen“ und Aktionen von Kommunalbeschäftigten, sowie Mitarbeiter/-innen von kirchlichen und anderen freien Trägern im Sozial-und Erziehungsbereich geben.