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    Mehr Personal für Krankenhäuser

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    Mehr Personal für Krankenhäuser

    Studie stützt ver.di-Forderung nach gesetzlicher Personalbemessung

    Der Pflegenotstand in Deutschland lässt sich durch gesetzliche Vorgaben für die Personalausstattung von Krankenhäusern in den Griff bekommen. Eine gesetzliche Personalbemessung ist möglich und sinnvoll. Ihr stehen auch die Finanzierungsbedingungen des Fallpauschalen-Systems (DRG) nicht entgegen. Das ist das Ergebnis der Studie eines Forscherteams der Universität Duisburg-Essen unter Leitung von Professor Jürgen Wasem im Auftrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Die Analyse stützt frühere Erhebungen der Gewerkschaft, wonach rund 162.000 Vollzeitkräfte fehlen. Am größten ist die Not in der Pflege.

    „Alle Sachzwang-Argumente sind hinfällig. Es ist keine Frage, ob es geht, sondern ob man es will. Die Politik kann und muss den Personalnotstand bekämpfen. Wir brauchen mehr Personal“, stellte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler klar. Am Montag tagt die Bund-Länder-Arbeitsgruppe in Berlin, die bis Ende des Jahres Eckpunkte zur Krankenhausreform entwickeln soll.

    Den Ergebnissen des Forscherteams um Prof. Wasem zufolge hat seit der Umstellung der Krankenhausvergütung auf Fallpauschalen im Jahre 2003 eine enorme Arbeitsverdichtung stattgefunden, so dass notwendige pflegerische Leistungen aufgrund von Zeitmangel mittlerweile vielfach nicht mehr erbracht werden könnten. Auch berge die Kalkulationslogik der Fallpauschalen die Gefahr, dass sich Personalknappheit nachhaltig manifestiere.

    Diesem Befund lässt sich allerdings beikommen: Am ehesten geeignet sei dabei der Einsatz von Pflegeaufwandserfassungssystemen zur Personalbemessung. Sie orientierten sich am tatsächlich anfallenden pflegerischen Versorgungsaufwand und würden somit der Situation in der Praxis am ehesten gerecht. Nicht zuletzt gelte es, auch die Attraktivität des Pflegeberufs aufzuwerten, was neben einer ausreichenden Personalbesetzung in den Krankenhäusern auch einer Weiterentwicklung bei den Aufgaben und in der Vergütung bedürfe, schreiben die Forscher.

    Zur Studie "Instrumente zur Personalbemessung und ‐finanzierung in der Krankenhauspflege in Deutschland"