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    Erste Warnstreiks in Düsseldorf

    Erste Warnstreiks in Düsseldorf

    PRESSEDIENST Düsseldorf

    Düsseldorf, den 4. April 2016

    Tarifrunde Öffentlicher Dienst Erste Warnstreiks in Düsseldorf

    Im Vorfeld der 2. Tarifverhandlungsrunde am 11./12. April für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen werden in dieser Woche erste Warnstreiks in Düsseldorfer Betrieben und Dienststellen durchgeführt. Den Anfang machen am Dienstag, 5. April, Beschäftigte der Müllverbrennungsanlage der Stadtwerke. Einige weitere Betriebe folgen am Mittwoch und Donnerstag. „Das sind erste notwendige Nadelstiche, um den Arbeitgebern zu verdeutlichen, wie wichtig eine deutliche Gehaltserhöhung ist und dass die von den Arbeitgebern geforderten Leistungssenkungen bei der betrieblichen Altersversorgung abgelehnt werden, weil das sinkende Rentenniveau nicht noch beschleunigt werden darf," bekräftigt Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirk Düsseldorf.

    Die Gewerkschaft ver.di fordert 6 Prozent Gehaltserhöhung und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem will die Gewerkschaft sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen abschaffen und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden regeln.

    Diese Tarifforderungen dienten der Wertschätzung der gestiegenen Leistungen der Beschäftigten sowie der Zukunftssicherung und Stärkung des öffentlichen Dienstes. „Angesichts der demographischen Entwicklung müssen die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst ordentlich bezahlt werden, damit auch ausreichend Nachwuchs bei diesen Fachkräften gewonnen werden kann", betont Peifer, „diesem Ziel der Nachwuchssicherung dient auch die tarifliche Regelung der Übernahme aller Auszubildenden". Eine deutliche Gehaltssteigerung sei nicht nur als entsprechende Gegenleistung für die enorm gestiegenen Arbeitsleistungen erforderlich, sondern auch aus volkswirtschaftlichen Gründen. Da die Steigerung der Binnennachfrage in den letzten Jahren die wichtigste Stütze für das Wirtschaftswachstum gewesen sei, müsse diese Entwicklung auch zukünftig stabilisiert werden. Die Steuerschätzungen bis zum Jahr 2019 mit einem Steuereinnahmeplus von 14 Prozent machten die berechtigten Gehaltserhöhungen durchaus finanzierbar. Unabhängig von den Tarifverhandlungen wird die Gewerkschaft ver.di wegen der massiv gestiegenen Leistungsanforderungen und Arbeitsmenge die Personalräte und Beschäftigten in der Stadtverwaltung dabei unterstützen, die geplanten Stellenstreichungen von 20 Prozent als völlig unrealistisch abzuwehren, wenn man die öffentliche Daseinsvorsorge für die Bürger auf einem guten qualitativen Niveau halten will.

    Hinweis für die Redaktionen: Der Warnstreik in der Müllverbrennungsanlage am Flinger Broich am 5. April beginnt um 9 Uhr. Die konkreten Planungen zu weiteren Warnstreiks am Mittwoch und Donnerstag laufen derzeit noch. Informationen dazu können auf Nachfrage gegeben werden. Am Mittwoch, 6. April findet zur Tarifrunde die Aktion „Aktiver Feierabend" der ver.di-Jugend Düsseldorf ab 16:30 Uhr auf dem Heinrich-Heine-Platz statt. Hier wird ein Bus mit bunten, plakativen Aussagen ein Blickfang auch für gute Bilder sein.

    Eine Veröffentlichung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di -Bezirk Düsseldorf, Sonnenstr 14, 40227 Düsseldorf,

    E-Mail: Stephanie.Peifer@verdi.de, Geschäftsführerin, Tel: 0211-15970-111 E-Mail: Uwe.Foullong@ver.di.de, stellv. Geschäftsführer, Tel 0211-1597