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    Beziehungsprofis verdienen mehr

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Beziehungsprofis verdienen mehr

    Soziale Berufe aufwerten
    SuE Info (02/2015) ver.di SuE Info (02/2015)

    Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst verdienen mehr – mehr Anerkennung, mehr Geld, bessere Arbeitsbedingungen.

    Soziale Arbeit wird für die Gesellschaft immer wichtiger, die Anforderungen nehmen zu: Frühkindliche Bildung, Inklusion und Ausgleich von Benachteiligung sind nur einige Stichworte. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachleute – Beziehungsprofis.

    Ihre Arbeit muss aufgewertet werden. Deshalb fordert ver.di eine verbesserte Eingruppierung, durch die die Gehälter um durchschnittlich zehn Prozent steigen. Ohne einen harten Konflikt wird das nicht urchzusetzen sein.

    Unmittelbar betroffen sind kommunale Einrichtungen und alle weiteren Betriebe, die Mitglied im  kommunalen Arbeitgeberverband sind, zum Beispiel einige Einrichtungen der Lebenshilfe.

    Darüber hinaus ist das Engagement aller Beschäftigten in Sozial- und Erziehungsberufen gefragt. Denn der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) setzt Standards für Refinanzierung und Arbeitsbedingungen auch bei Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und privaten Trägern.

    Mein Traumjob, aber...

    »Ich betreue tagsüber zwölf Menschen mit psychischen Auffälligkeiten und geistigen oder körperlichen Behinderungen.
    Es braucht viel Empathie und vor allem Zeit, zu allen eine Beziehung aufzubauen und ihnen individuelle Angebote machen zu können. Doch Zeit ist genau das, was fehlt. Wenn jemand ausfällt, müssen wir oft zwei Gruppen betreuen – also mehr als 20 Menschen, die zum Teil zur Toilette begleitet und anderweitig gepflegt werden müssen. Ich liebe meine Arbeit und die Menschen, mit denen ich zu tun habe – aber die Rahmenbedingungen sind einfach nicht in Ordnung. Das gilt auch für die Bezahlung. Der Beruf der Heilerziehungspflegerin ist mein Traumjob, doch leider wird er finanziell nicht ausreichend wertgeschätzt.«