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    Arbeitgeber legen erstes Angebot vor - Wichtige ver.di-Forderungen …

    Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Arbeitgeber legen erstes Angebot vor - Wichtige ver.di-Forderungen abgelehnt!

    Tarifrunde AWO NRW 2016/2017
    Tarifrunde AWO NRW 2016/2017 ver.di Tarifrunde AWO NRW 2016/2017

     
    Zum Auftakt der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt in NRW am 29.11.2016 in Köln legten die Arbeitgeber ein erstes Angebot vor.

    ver.di begrüßt die Überlegungen der AWO-Arbeitgeber, dem Fachkräftemangel in der Altenpflege auch durch eine Anpassung der Bezahlung bei der AWO an die höheren Entgelte im öffentlichen Dienst (TVöD) entgegen zu wirken. Das muss aber mit dem Blick auf alle Beschäftigte der AWO in NRW in allen Bereichen erfolgen. Überall arbeiten Menschen mit viel Engagement. In der Jugend-und Familienarbeit, der Behindertenhilfe, den Bildungseinrichtungen und offenen Ganztagsschulen, in den Kitas und den Seniorenzentren, im Pflegedienst. Hier sind täglich die verschiedensten Qualifikationen und Kompetenzen gefordert und werden zuverlässig geleistet. Da stellt sich doch sofort die Frage, ist diese Arbeit weniger wert als im öffentlichen Dienst? Wird hier der Personalmangel von morgen produziert wenn der Lohn nicht stimmt?

    Die ver.di Forderungen stehen unter der Devise
    Klar im Ton, fair in der Sache, solidarisch in der Perspektive.

    Die Arbeit in der AWO NRW ist genauso viel wert wie im öffentlichen Dienst. Das ist nur fair! Deshalb fordern wir einen Sockel von 50 € in den Entgeltgruppen 1-9.
    Arbeitgeberantwort: abgelehnt

    Wir sind erschrocken über das Ausmaß an befristeten Arbeitsverhältnissen bei der AWO in NRW. Befristung ist keine Perspektive! Deshalb fordern wir Sicherheit für gute Arbeit mit unbefristeten Arbeitsverträgen. Arbeitgeberantwort: abgelehnt

    ver.di-Mitglieder setzen sich im Sinne aller Kolleginnen und Kollegen für eine solidarische Arbeitswelt ein. Das muss anerkannt bleiben. Deshalb fordern wir zusätzliche freie Tage für ver.di-Mitglieder.
    Arbeitgeberantwort: abgelehnt

    Die Arbeit der AWO-Beschäftigten ist genau so viel wert wie die Arbeit im öffentlichen Dienst. Gleiche Bezahlung ist fair! Und zwar für alle Beschäftigte.

    Das (noch unvollständige) Angebot der Arbeitgeber bietet eine erste Basis für die weiteren Tarifverhandlungen. Der Weg in Richtung TVöD-Bezahlung ist richtig und überfällig.

    Am 15. Dezember 2016 wird die ver.di-Tarifkommission das Arbeitgeberangebot bewerten und die weitere Vorgehensweise beraten. Die ver.di-Mitglieder werden bis dahin um ihre Meinung zum Angebot gebeten. Sprecht die Tarifkommissionsmitglieder oder die Gewerkschaftssekretär*innen an!

    Die Tarifverhandlungen werden am 09. Januar 2017 in Düsseldorf fortgesetzt.

    Angebot der Arbeitgeber vom 29.11.2016:

    • Erhöhung der Monatsentgelte in zwei Schritten für alle: ab dem 01.01.2017 um 2%, ab dem 01.01.2018 um weitere 2,75%
    • Abweichend davon für Pflegefachkräfte in den Entgeltgruppen 7a und höher: Übernahme von Monatsentgeltbeträgen aus dem TVöD in zwei Schritten, ab dem 01.01.2017 die TVöD-Werte des Jahres 2016, ab dem 01.01.2018 die TVöD-Werte des Jahres 2017.
    • Für Erzieher*innen und Kita-Leitungen: Heranführung an die Monatsentgelte des TVöD. Ein konkretes Angebot dazu kündigten die Arbeitgeber für die nächste Verhandlungsrunde an.
    • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen in zwei Schritten: Ab dem 01.01.2017 um 35 Euro und ab dem 01.01.2018 um weitere 30 Euro monatlich

    Von nix kommt nix! Jetzt ver.di-Mitglied werden.