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    Auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Angebot der Arbeitgeber!

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Angebot der Arbeitgeber!

    Soziale Berufe aufwerten
    SuE-Info vom 09.04.2015 ver.di SuE-Info vom 09.04.2015  – Auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Angebot der Arbeitgeber!

    Dritte Verhandlungsrunde am 9. April 2015 in Düsseldorf.

    Trotz klarer Signale der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, die sich mit eindrucksvollen Warnstreiks für ihre Forderung nach deutlicher Verbesserung der Eingruppierung eingesetzt haben, legten die kommunalen Arbeitgeber noch immer kein Angebot auf den Tisch.

    Die Diskussion zur Eingruppierung der Erzieherinnen und Erzieher machte deutlich, dass die Positionen weit auseinander liegen.

    Zu Beginn der Verhandlungsrunde sprachen die Vertreter der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nochmals die Eingruppierung der Kita-Leitungen an, allerdings weiterhin ohne ein konkretes Angebot zu unterbreiten oder von ihren bisherigen Positionen abzurücken.

    Schwerpunkt der dritten Verhandlungsrunde war die Eingruppierung der Erzieherinnen und Erzieher. Hierzu führten die Arbeitgeber aus, dass sie nicht auf der Grundlage unserer Forderungen denken würden. Für sie sei das Tarifergebnis von 2009 der Maßstab und sie würden sich fragen, was sich seitdem inhaltlich an der Tätigkeit verändert habe. Sie meinten, schon 2009 sei eine Aufwertung erfolgt, so dass es jetzt keinen grundsätzlichen Handlungsbedarf gebe. Trotz unserer Hinweise, dass 2009 lediglich Verschlechterungen gegenüber dem BAT ausgeglichen wurden, blieben sie bei ihrer ablehnenden Haltung. ver.di hat deutlich gemacht, dass auf dieser Basis keine Einigung erzielt werden kann. Die seit vielen Jahren gestiegenen Anforderungen müssen sich endlich in einer wesentlich verbesserten Bezahlung niederschlagen.

    Am 16. April 2015 sollen die Verhandlungen wie verabredet in Hannover mit dem Schwerpunkt der Behindertenhilfe fortgesetzt werden.

    Auch in der Woche nach Ostern haben sich viele tausend Beschäftigte, unter anderem aus Kindertagesstätten, der Jugendhilfe, dem allgemeinen Sozialdienst und der Behindertenhilfe an Warnstreiks beteiligt. Jetzt kommt es darauf an, vor der vierten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

    Es ist längst überfällig, dass die anspruchsvolle pädagogische Arbeit der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen auch finanziell aufgewertet wird!

    Eins ist ganz deutlich:

    • Ohne den Druck der Beschäftigten führen die Verhandlungen zu keinem Ergebnis!
    • Ohne den Druck der Beschäftigten wird es keine bessere Eingruppierung geben!
    • Ohne den Druck der Beschäftigten sind die Arbeitgeber nicht zu einer Aufwertung bereit!

    Deshalb müssen die Warnstreiks fortgesetzt werden!

    Die Verhandlungen sollen am 16. April 2015 in Hannover fortgesetzt werden.