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    Proteste und erste Warnstreiks

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    Proteste und erste Warnstreiks

    Tarifrunde Papierverarbeitung 2016

    Beschäftigte demonstrieren für höhere Löhne
    Im Vorfeld der zweiten Verhandlung für höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen haben Hunderte Beschäftigte für die ver.di-Forderung von fünf Prozent demonstriert und sich an betrieblichen Aktionen und kurzen Warnstreiks beteiligt.

    Beschäftigte erwarten ein verhandlungsfähiges Angebot
    Der Protest der Kolleginnen und Kollegen richtete sich vor allem an die Verweigerungshaltung des Arbeitgeberverbandes Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV). Dieser hatte in der ersten Verhandlung am 4. November kein Angebot unterbreitet und stattdessen ver.di aufgefordert, die Forderung zurück zu nehmen. Die Beschäftigten erwarten in der zweiten Verhandlung am 25.11.2016 ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber.

    Schritthalten mit der allgemeinen Lohnentwicklung
    Auf völliges Unverständnis stößt bei den Beschäftigten, dass die Arbeitgeberseite die Papier-, Pappe- und Kunststoffe verarbeitende Industrie (PPKV) wirtschaftlich klein redet, obwohl in den meisten Betrieben Hochkonjunktur herrscht, die Umsätze steigen und eine spürbare Zunahme von Produktionszeiten und Leistung zu verzeichnen ist. Die Branche steht nicht schlechter da, als der Durchschnitt der Industrie im verarbeitenden Gewerbe, die Beschäftigten bringen volle Leistung und haben verdient an der allgemeinen Lohnentwicklung teilzuhaben.