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    Sozial- und Erziehungsdienst

    ver.di bekräftigt Forderung nach Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst

    Soziale Berufe aufwerten
    SuE-Info vom 09.04.2015 ver.di SuE-Info vom 09.04.2015  – Auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Angebot der Arbeitgeber!

    Auch die dritte Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst verlief ergebnislos. „Nach wie vor haben die Arbeitgeber kein Angebot zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe durch eine bessere Eingruppierung unterbreitet“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Onno Dannenberg nach den Verhandlungen, die dieses Mal in Düsseldorf stattfanden. Die kommunalen Arbeitgeber haben sich trotz deutlicher Signale der Beschäftigten, die in eindrucksvollen Warnstreiks ihre Forderungen deutlich gemacht hatten, kein Stück bewegt.

    In der Woche nach Ostern hatten sich Tausende von Beschäftigten unter anderem aus Kindertagesstätten, der Jugendhilfe und dem allgemeinen Sozialdienst in Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen an Warnstreiks beteiligt. „Es ist längst überfällig, dass die qualifizierte pädagogische Arbeit der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen auch finanziell aufgewertet wird“, so Dannenberg. „Die Beschäftigten erwarten zu Recht, dass ihre anspruchsvolle pädagogische Arbeit so bewertet und bezahlt wird, wie die Tätigkeiten von Fachkräften in anderen Branchen.“ Dannenberg forderte die Arbeitgeber auf, in der nächsten Verhandlungsrunde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

    Die Beschäftigten setzen die Warnstreiks auch vor der vierten Verhandlungsrunde, die am 16. April 2015 in Hannover stattfinden wird, fort. Eltern, deren Kinder von Kita-Schließungen betroffen sind, werden frühzeitig über die Warnstreiks informiert.

    ver.di fordert eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würden. Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen. ver.di bekräftigt die Forderung nach einer nachhaltigen Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeit mit und für Menschen habe deutlich mehr Anerkennung verdient.

    Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern. Diese orientieren sich an den Löhnen und Gehältern, die im öffentlichen Dienst gezahlt werden.