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    HELIOS Klinikum Wuppertal: Armer reicher HELIOS-Konzern? Erste Verhandlungsrunde zum HELIOS-Konzerntarifvertrag

    Gleich in der ersten Verhandlungsrunde hat HELIOS erklärt, über eine Reihe von Forderungen der Beschäftigten nicht verhandeln zu wollen: 100 Prozent Jahressonderzahlung, Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit und Erhöhung des Urlaubes für Auszubildende sind für HELIOS kein Thema.

    Eingruppierungsstandards möchte HELIOS nur verhandeln, wenn es für Beschäftigte ein geringeres Entgelt gibt.

    Es sei für die Arbeitgeberseite nicht vorstellbar, über diese Forderungen zu verhandeln, solange ver.di die entsprechenden Tarifverträge nicht gekündigt habe.

    „Dieses Vorgehen ist für mich nicht nachvollziehbar“, kommentiert Silke Iffländer, stellvertretende Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Wuppertal-Niederberg, die Ergebnisse der ersten Verhandlungsrunde. „Selbstverständlich sind Tarifverträge weiter zu entwickeln, auch wenn sie von keiner Tarifvertragspartei gekündigt sind. Offensichtlich will HELIOS  sofort den Streik! Die Eingruppierung für Gesundheitsberufe in kommunalen Kliniken wurde im ungekündigten Zustand verhandelt. So versucht HELIOS einen Keil zwischen die Beschäftigten zu treiben und riskiert maximale Verunsicherung und Unruhe in der Klinik.“

    „Empörend ist die Erklärung von HELIOS, der Konzern sei außer Stande, die Mehrkosten neuer Eingruppierungen, Überleitung und Tarifsteigerungen zu tragen. Bei einem Konzern, der jährlich Gewinne im Millionenbereich erwirtschaftet, klingt das wenig glaubwürdig“, so die Gewerkschafterin weiter.

    Die Gewerkschaft ver.di ruft deshalb alle Beschäftigten des HELIOS Klinikum Wuppertal für Montag, 13. Februar 2017 von 13:00 bis 13:30 Uhr vor dem Haupteingang des Klinikums in Barmen an der Heusnerstraße 40 zu einer Demonstration für die Tarifforderungen und eine zeitgemäße Eingruppierung auf.