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    Die Arbeitgeber setzen darauf, den Streik auf dem Rücken von …

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Die Arbeitgeber setzen darauf, den Streik auf dem Rücken von Eltern und Kindern auszusitzen

    Soziale Berufe aufwerten

    Unbefristeter Streik wird fortgesetzt

    Der unbefristete Streik im Sozial- und Erziehungsdienst wird über Pfingsten hinaus fortgesetzt. Das beschloss am 20. Mai in Fulda die erste bundesweite Streikdelegiertenkonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für den Sozial- und Erziehungsdienst. Zuvor hatten rund 330 Vertreterinnen und Vertreter aus Streikbetrieben im ganzen Bundesgebiet über den laufenden Tarifkonflikt mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beraten .

    "Die Arbeitgeber setzen darauf, den Streik auf dem Rücken von Eltern und Kindern auszusitzen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. "Seit langem ist für Donnerstag nächster Woche (28. Mai) die VKA-Mitgliederversammlung geplant. Es gab offenbar keine Bemühungen, diesen Termin mit Blick auf den laufenden Tarifkonflikt vorzuziehen, um über eine generelle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe zu beraten und ein annehmbares Ergebnis zu erzielen. Stattdessen verweigern die Arbeitgeber nach wie vor die überfällige Anerkennung der wichtigen pädagogischen Facharbeit im Sozialund Erziehungsdienst."

    Insgesamt befanden sich an vier Tagen der letzten Woche (ohne Donnerstag) rund 150.000 Beschäftigte im bundesweiten Streik für eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsdienste.

    Diese Auseinandersetzung können wir schneller zu einem für die Beschäftigten positiven Abschluss bringen, wenn eine breite gesellschaftliche Unterstützung die kommunalen Arbeitgeber unter Druck setzt. Und die breite Unterstützung großer Teile der Elternschaft muss auch in die Öffentlichkeit getragen werden.

    Sicher haben viele von Euch schon unser E-CardTool an Gemeindevertreter/-innen genutzt. Wer es noch nicht getan hat, der sollte es rasch tun. Hier der Link. https://www.soziale-berufeaufwerten.de/unterstuetzen/e-card-senden/. Auch die Weiterleitung an andere Interessierte aus dem persönlichen Umfeld, insbesondere an betroffene Eltern, hilft den Druck zu erhöhen. Das Tool wird derzeitig erweitert um die Bereiche Behindertenwerkstätten und Sozialarbeit/Sozialpädagogik.

    Mittlerweile haben uns viele Berichte über Streikveranstaltungen erreicht. Diese haben wir unter https://www.soziale-berufeaufwerten.de/aktuelles/aktionsberichte/ veröffentlicht.

    Unterstützung haben wir auch von Bernd Osterloh, VW-Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender, erhalten . Er sagte auf der Streikveranstaltung am 12. Mai in Wolfsburg : ,,Wir bei Volkswagen wissen: Am Ende dient Euer Streik nicht nur Euch, sondern auch unseren Kolleginnen und Kollegen. Es geht zum einen um eine gerechte Entlohnung. Es geht aber auch um die Qualität der Kinderbetreuung.

    Und dass wir in Deutschland einen Nachholbedarf bei der ordentlichen Kinderbetreuung haben, ist offenkundig. Woran das liegt, ist eigentlich klar wie Kloßbrühe: Es liegt mit Sicherheit nicht daran, dass die Arbeit keinen Spaß macht und einen nicht ausfüllt. Es liegt vielmehr daran, dass die Bezahlung nicht stimmt. Wer gute Arbeit leistet, der muss auch gut bezahlt werden. So einfach ist das. Wir wünschen Euch für die nächsten Tage viel Kraft. Wir fordern die Arbeitgeber auf, diesen Tarifkonflikt möglichst schnell in Eurem und auch unserem Sinne zu lösen ."

    Das Video könnt Ihr hier anschauen https://www.soziale-berufeaufwerten.de/aktuelles/nachrichten/osterlohappelliert-an-arbeitgeber/