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    Tarif- und Mitbestimmungsflucht: Post AG will Löhne drücken

    Postdienste, Speditionen und Logistik

    Tarif- und Mitbestimmungsflucht: Post AG will Löhne drücken

    Deutsche Post AG
    bewegen (01/2015) ver.di bewegen (01/2015)  – Tarif- und Mitbestimmungsflucht: Post AG will Löhne drücken

    Die Deutsche Post AG hat Anfang Januar 49 regionale Zustellgesellschaften gegründet. In diese neuen Billigtöchter möchte sie jetzt befristet Beschäftigte reindrücken. Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Der Vorstand bricht mit diesem Schritt aus laufenden Verträgen aus. Damit ist seine Glaubwürdigkeit als Tarifvertragspartei grundsätzlich infrage gestellt. ver.di ist eine starke Gewerkschaft und wird die Interessen der Mitglieder entschlossen verteidigen.

    Als „sozialpolitischen Skandal ersten Ranges“ kritisierte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis den Plan der Post, einen Teil der bislang zu den Konditionen des Haustarifvertrages der Deutschen Post AG befristet beschäftigten Kolleginnen und Kollegen in die bundesweit parallel zu allen 49 Briefniederlassungen gegründeten DHL Delivery GmbH-Gesellschaften abzuschieben. Damit flüchtet die Deutsche Post AG aus den zwischen ihr und ver.di abgeschlossenen Tarifverträgen und sie versucht ebenso, sich den bewährten und von den Beschäftigten gewählten Mitbestimmungsstrukturen zu entziehen. „Das ist Tarif- und Mitbestimmungsflucht und der Einstieg in den Ausstieg aus der Sozialpartnerschaft,“ sagte Andrea Kocsis. [...]
     
     
    Weitere Themen in dieser Ausgabe:
    Tarif- und Mitbestimmungsflucht: Deutsche Post AG will Löhne drücken +++ Der Mindestlohn +++ Postpolitik: Soziale Regulierung bleibt Aufgabe - Stellungnahme von ver.di zum Impulspapier +++ Aktionsplan Güterverkehr und Logistik wird weiterentwickelt – ver.di benennt Chancen und Defizite +++ UPS: Klage gegen Vertrauensmann zurückgenommen +++ Weltkongress der UNI Global Union +++ Tarifvertrag für CSG +++ Tarifabschluss Zustellteamleiter bei der Deutschen Post AG +++ Beschäftigte von DHL Automotive protestierten für die Anwendung des regionalen Flächentarifes