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    Nichts begriffen, nichts dazu gelernt!

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Nichts begriffen, nichts dazu gelernt!

    Soziale Berufe aufwerten

    VKA erkennt Bedeutung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst an, sieht aber keinen Grund für bessere Bezahlung.

    ver.di bringt Forderungspapier ein und begründet es:

    • Aufwertung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst durch insgesamt deutlich verbesserte Eingruppierung.
    • Zusätzliche Verbesserungen für die Behindertenhilfe.
    • Die genehmigten Plätze, die Gruppenzahl und die Beschäftigtenzahl müssen alternative Heraushebungskriterien für die Kita- Leitungen sein.
    • Zwingende Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei der Stufenzuordnung.
    • Verbesserte Eingruppierung bei nicht erfüllter Formalqualifikation.

     

    SuE-Info (25.02.2015) ver.di SuE-Info (25.02.2015)

    Im Auftakttermin der Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat ver.di die Aufwertungsforderung für die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst begründet und das umfassende Forderungspapier im Einzelnen erläutert.

    • Die Beschäftigten im SuE erbringen wertvolle und für unsere Gesellschaft unverzichtbare Dienstleistungen.
    • Dies gilt für alle Berufsgruppen: Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Sozialassistentinnen, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagoginnen, Heilerziehungspflegerinnen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Heilpädagoginnen.
    • Sie sorgen für die Wahrung und Realisierung der Grundrechte von Kindern, Eltern und Menschen mit besonderem Hilfebedarf.
    • Zum Beispiel bei der frühkindlichen Bildung, der Wahrung des Kindeswohls oder der Ermöglichung eines menschenwürdegerechten Lebens für behinderte Menschen.
    • Sie setzen an zentraler Stelle die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration von Menschen mit Behinderung, Zuwanderern oder Flüchtlingen um.
    • Die gestiegene Bedeutung des Sozial- und Erziehungsdienstes geht einher mit einer gestiegenen Verantwortung und gestiegenen Anforderungen an Qualifikation und Ausbildung der Beschäftigten.
    • Alldem wird die Eingruppierung und damit die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst nicht gerecht.
    • Viele Beschäftigten müssen Nebenjobs ausüben, um über die Runden zu kommen.
    • Bei vielen Teilzeitbeschäftigten ist Altersarmut vorprogrammiert.
    • Das ist ein für die Betroffenen und unsere Gesellschaft unhaltbarer Zustand.
    • Gleichzeitig verschärft sich dadurch der Fachkräftemangel. Viele Kommunen sind schon jetzt gezwungen, übertariflich zu bezahlen, um ihre Stellen besetzen zu können.

    Die Vertreter der VKA erkannten zwar an, dass die Beschäftigtem im SuE wertvolle und unverzichtbare Arbeit leisten, sahen aber keinen Grund für eine verbesserte Eingruppierung.

    Sie meinten, eine bessere Bezahlung würde nicht zu einer Attraktivitätssteigerung der Berufe führen. Um mehr Erzieherinnen zu bekommen, müssten die Ausbildungsplatzzahlen erhöht und die Ausbildungsdauer verkürzt werden. Die Bezahlung bei den Kommunen läge bereits an der Spitze. Eine höhere Bezahlung sei für sie nicht leistbar, sie hätten bereits deutlich gestiegene Ausgaben für die Flüchtlingsunterbringung und wollten die Eltern nicht stärker belasten, sondern entlasten.

    Im Übrigen vermengten sie die allgemeinen Lohnerhöhungen der letzten zehn Jahre mit unserer Forderung nach Aufhebung der Lohndiskriminierung der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen.

    Dazu können wir nur feststellen:
    Nichts begriffen, nichts dazu gelernt!

    Auf unsere konkreten Forderungen ist die VKA nicht eingegangen. Die Arbeitgeber kündigten aber an, im nächsten Termin über unser Papier sprechen zu wollen.

    Wir meinen: Dem Erkenntnisprozess bei den Arbeitgebern muss offensichtlich nachgeholfen werden!