Nachrichten

    ver.di leitet kommunalen Arbeitgebern umfassendes Forderungspapier …

    Sozial- und Erziehungsdienst

    ver.di leitet kommunalen Arbeitgebern umfassendes Forderungspapier zu!

    Verhandlungsauftakt am 25.03.2015

    Forderungsaufstellung für die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe abgeschlossen.

    Im September 2014 hat ver.di gegenüber der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) die Eingruppierungsvorschriften für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zum 31. Dezember 2014 gekündigt.

    Nach ausführlicher Mitgliederdiskussion hat die ver.di-Bundestarifkommission am 18. Dezember 2014 einen Grundsatzbeschluss zu den Tarifforderungen in der Aufwertungskampagne gefasst:

    1. Statusverbessernde Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und der Tätigkeitsmerkmale innerhalb der S-Tabelle im Umfang von durchschnittlich 10 Prozent sowie zusätzliche Verbesserungen für die Behindertenhilfe.
    2. Zwingende Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei der Stufenzuordnung.
    3. Die belegbaren Plätze, die Gruppenanzahl und die Beschäftigtenzahl müssen alternative Heraushebungskriterien für die Kita-Leitungen sein.
    4. Verbesserung der Eingruppierung bei nicht erfüllter Formalqualifikation (z.B. bei Einsatz von Sozialassistentinnen als Erzieherinnen).

    Die weitere Ausgestaltung der Forderung hat die ver.di-Bundestarifkommission einer speziellen Verhandlungskommission übertragen, der Kolleginnen und Kolleginnen aus allen Feldern des Sozial- und Erziehungsdienstes angehören.

    Nach Abschluss der Beratungen in der Verhandlungskommission hat ver.di heute den kommunalen Arbeitgebern das umfassende Forderungspapier zugeleitet.
    Neben den Neuzuordnungen der Tätigkeitsmerkmale zu den Entgeltgruppen der S-Tabelle enthält es konkrete Formulierungen zur Umsetzung einer Fülle von weiteren Verbesserungen. Dies gilt insbesondere für

    • die Berücksichtigung aller einschlägigen Berufserfahrungszeiten bei der Stufenzuordnung,
    • die Verbesserung der Eingruppierung bei nicht erfüllter Formalqualifikation,
    • die Einführung einer Zulage für Praxisanleiter/-innen und Ausbilder/-innen,
    • die Einführung neuer Tätigkeitsmerkmale für Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung,
    • die Änderung der Tätigkeitsmerkmale für Kita-Leitungen und stellvertretende Kita-Leitungen, wonach neben der Anzahl der genehmigten Plätze der Einrichtung auch die Anzahl der Gruppen oder der unterstellten Beschäftigten für die Eingruppierung maßgebend sein kann,
    • die Regelung, dass Beschäftigte mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung und entsprechender Tätigkeit auch im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes nach den allgemeinen Tätigkeitsmerkmalen in die Entgeltgruppen E 13 bis E 15 eingruppiert sind.

    Das vollständige Forderungspapier ist in der Anlage beigefügt.
    Zur besseren Übersicht sind darin die ver.di-Forderungen für die Neufassung der gekündigten Tarifvorschriften in Form einer Synopse dem derzeitigen Tariftext gegenübergestellt und die Änderungen durch Fettdruck hervorgehoben.

    Am 25. Februar 2015 beginnen die Verhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern. Unsere Forderungen werden dabei nicht in zwei oder drei Verhandlungsrunden umzusetzen sein. Wir müssen uns darauf einstellen, sie mit Entschlossenheit und Handlungsfähigkeit durchzusetzen!

    Sozial- und Erziehungsberufe: Richtig gut – aufwerten jetzt!