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    Vertragsbruch Deutsche Post AG: Tarifverhandlungen zur Arbeitszeit …

    Postdienste, Speditionen und Logistik

    Vertragsbruch Deutsche Post AG: Tarifverhandlungen zur Arbeitszeit werden fortgesetzt

    Deutsche Post AG

    Die Tarifverhandlungen zur Arbeitszeit für die rund 140.000 Tarifkräfte der Deutschen Post AG werden am 27./28. April 2015 in Siegburg fortgesetzt. „Die Deutsche Post AG bricht den Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe und bedrängt Beschäftigte, die ihr Grundrecht auf Streik wahrnehmen, in unerträglicher Art und Weise. Der Postvorstand muss demokratische Rechte achten und zur Vertragstreue zurückkehren. Wir erwarten in der anstehenden Verhandlungsrunde ein ernsthaftes Eingehen auf unsere Tarifforderung“, sagte Andrea Kocsis, stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Verhandlungsführerin. ver.di fordert die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich

    Hintergrund des Tarifkonfliktes ist der Bruch des Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe durch die Deutsche Post AG und ihre Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag. Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes für die Paketzustellung in den zu diesem Zweck zum Jahresanfang gegründeten 49 Regionalgesellschaften verstößt die Deutsche Post AG gegen den zwischen den Tarifvertragsparteien abgeschlossenen Schutzvertrag, wonach das Unternehmen bei der Zustellung von Briefen und Paketen maximal 990 Paketzustellbezirke an konzerninterne oder externe Unternehmen vergeben darf. Für diesen Schutz verzichten die Beschäftigten unter anderem auf Kurzpausen und arbeitsfreie Tage. Mit der Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich soll dieser Vertragsbruch kompensiert werden.

    An den bisherigen beiden bundesweiten Warnstreikwellen vom 1./2. April und vom 16./17. April hatten sich mehrere Tausend Beschäftigte beteiligt. Ein von der Deutschen Post AG vorgetragenes Modell zur Neuregelung der Wochenarbeitszeit, das die Möglichkeit der Erhöhung der Arbeitszeit auf 41 Stunden vorsah, hatte ver.di in der Verhandlungsrunde vom 14. April als „nicht verhandlungsfähig“ zurückgewiesen.