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    Diskussion aufgenommen und weitere Verhandlungstermine vereinbart

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Diskussion aufgenommen und weitere Verhandlungstermine vereinbart

    Soziale Berufe aufwerten
    SuE-Info vom 23.03.2015 ver.di SuE-Info vom 23.03.2015  – Arbeitgeber legen kein Angebot vor

    Arbeitgeber legen kein Angebot vor.
    Zweite Verhandlungsrunde am 23. März 2015 in Münster

    Offenbar unter dem Druck von über 20.000 Warnstreikteilnehmerinnen und -teilnehmern in der vorangegangenen Woche erklärten die Vertreter der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in der zweiten Verhandlungsrunde ihre Bereitschaft, über alle ver.di-Forderungen verhandeln zu wollen.

    Dazu äußerten sie, „bei einigen Berufen vielleicht etwas machen zu müssen“. Sie wiesen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass für sie eine generelle Verbesserung der Eingruppierung nicht in Frage komme.

    Im Übrigen wollten die Arbeitgebervertreter in dieser Runde über die Kita-Leitungen und stellvertretenden Kita-Leitungen sprechen und im nächsten Termin am 9. April 2015 über die Erzieher/-
    innen und Kinderpfleger/-innen. Für alle anderen Berufe hatten sie keine Terminvorschläge. Erst auf unsere Forderung hin konnten auch für alle anderen Berufe Verhandlungstermine festgelegt werden.

    Bei der Eingruppierung der Kita-Leitungen sprachen die Arbeitgeber die Eingruppierungskriterien, die Folgen von Veränderungen bei den zugrunde liegenden Kriterien, die Höhe der Eingruppierung und die stellvertretenden Kita-Leitungen an:

    • Als Eingruppierungskriterium hielten sie die Durchschnittsbelegung für weiterhin richtig, wollten sich aber Gesprächen über andere Kriterien nicht verschließen. Die von ver.di ge forderte Anwendung von drei alternativen Kriterien (Durchschnittsbelegung, Beschäftigtenzahl und Gruppenzahl) lehnten sie ab. Soweit auf die Beschäftigtenzahl abgestellt werden solle, müsse es bei nur anteiliger Anrechnung von Teilzeitbeschäftigten verbleiben.
    • Zur Vermeidung von sich ständig ändernden Eingruppierungen aufgrund von Schwankungen der Durchschnittsbelegung wollten sie Herabgruppierungen erst dann eintreten lassen, wenn die Messgröße zwei Jahre hintereinander unterschritten wird.
    • Zur Eingruppierungshöhe meinten sie, bei Kitas unter 40 Plätzen und bei Kitas von 40 bis unter 70 Plätzen „sich etwas vorstellen zu können“.
    • Bei den stellvertretenden Kita-Leitungen sahen sie das – neben der Übertragung der Aufgabe durch den Arbeitgeber zu erfüllende – Erfordernis der ausdrücklichen Bestellung als unverzichtbar an. Es dürfe keine „Selbsteingruppierung“ und kein „Hineinschleichen“ in diese Tätigkeit geben.

    Ein konkretes Angebot legten die Arbeitgeber zu keinem Punkt vor!
    Die Verhandlungen sollen am 9. April 2015 in Düsseldorf (Schwerpunkt Erzieher/-innen und Kinderpfleger/-innen), am 16. April 2015 in Hannover (Schwerpunkt Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung) und am 20./21. April 2015 in Frankfurt (Schwerpunkt Sozialarbeiter/-innen/Sozialpädagogen/-innen und alle übrigen Berufe) fortgesetzt werden.

    Eins ist ganz deutlich geworden:

    • Ohne den Druck der Beschäftigten führen die Verhandlungen zu keinem Ergebnis!
    • Ohne den Druck der Beschäftigten wird es keine bessere Eingruppierung geben!
    • Ohne den Druck der Beschäftigten sind die Arbeitgeber nicht zu einer Aufwertung bereit!

    Deshalb müssen die Warnstreiks fortgesetzt werden!
    Die nächste Verhandlungsrunde findet am 9. April 2015 in Düsseldorf statt.