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    Wir brauchen jetzt die nötigen politischen Entscheidungen!

    Sozial- und Erziehungsdienst

    Wir brauchen jetzt die nötigen politischen Entscheidungen!

    Soziale Berufe aufwerten
    SuE-Bürgerinfo vom 15.09.2015 ver.di SuE-Bürgerinfo vom 15.09.2015  – Wir brauchen jetzt die nötigen politischen Entscheidungen!

    Bürgerinfo (September 2015) zum Tarifkonflikt im Sozial- und Erziehungsdienst

    Liebe Eltern, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

    Sie haben uns im ersten Halbjahr über viele Wochen hilfreich unterstützt, damit unsere Arbeit endlich nicht nur die nötige gesellschaftliche Anerkennung findet, sondern auch finanziell besser bewertet wird. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.

    Leider verweigern die kommunalen Arbeitgeber nach wie vor eine echte Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe. Das Ergebnis der Schlichtung, durch die weitere Streiks vermieden werden sollten, war leider nicht erfolgreich, weil gerade für jüngere Erzieherinnen, aber auch für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen keine spürbaren Verbesserungen vorgesehen sind.

    Dass am Ende einer Tarifauseinandersetzung ein Kompromiss steht und nicht alle Forderungen durchgesetzt werden können, wissen wir. Ein für uns akzeptables Ergebnis ist jedoch noch nicht erreicht. Aus diesem Grund haben wir das Schlichtungsergebnis in einer Mitgliederbefragung zur Abstimmung gestellt, und es wurde von fast 70% der betroffenen Mitglieder abgelehnt.

    Deshalb müssen wir uns jetzt darauf vorbereiten, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Dabei sind auch neue Streiks nicht ausgeschlossen.

    Die Arbeitgeber versuchen nach wie vor diesen Konflikt auszusitzen. Wir müssen deshalb die Bürgermeister/ -innen und Landräte/ -rätinnen sowie die Ratsfraktionen dazu bewegen, sich bei ihrem Arbeitgeberband VKA für die Aufwertung der wichtigen Arbeit der Fachkräfte im Sozial- und Erziehungsdienst wirksam einzusetzen.

    Jetzt ist die letzte Möglichkeit weitere Streiks abzuwenden. Dafür sind auch Sie aufgerufen ihre Stimme zu erheben sich an ihre Bürgermeister/ -innen und Landräte/ -rätinnen, die Ratsfraktionen zu wenden und materielle Verbesserungen am Schlichtungsergebnis durch die kommunalen Arbeitgeber einzufordern.

    Die Verantwortlichen in den Kommunen können aber auch selbst handeln und dazu beitragen die Aufwertung der sozialen Arbeit voran zu bringen, in dem sie die Möglichkeiten des geltenden Tarifvertrages wie andere Städte und Landkreise nutzen: Sie können alle ErzieherInnen in die Entgeltgruppe S8, alle KinderpflegerInnen in die S6 und die Sozialarbeiter- und Sozialpädagoginnen in eine höhere Entgeltgruppe eingruppieren. Das wäre schon ein wichtiger Schritt zur Aufwertung der sozialen Arbeit.

    Wir brauchen jetzt die nötigen politischen Entscheidungen, damit der gesellschaftlichen Bedeutung der sozialen Arbeit endlich Rechnung getragen wird.