Veranstaltungen

    Internationaler Tag der Pflegenden 2015

    Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
    12.05.2015

    Internationaler Tag der Pflegenden 2015

    Termin teilen per:
    iCal

    ver.di zeigt Flagge für mehr Personal und Aufwertung der Pflege in Krankenhäusern und Altenpflege

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Dienstag, 12. Mai 2015, die Beschäftigten an Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Anlässlich des „Internationalen Tags der Pflegenden“ setzen sich die Beschäftigten für ausreichend Personal und eine faire Bezahlung ein. Pflege sei eine qualifizierte und verantwortungsvolle Tätigkeit. „Wir fordern bundesweit verbindliche Personalschlüssel in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Montag. „Bundesregierung und Länder dürfen die dramatische Situation nicht länger ignorieren.“

    Bei den Aktionen werden Beschäftigte aus Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen mit Transparenten unter dem Motto „Mehr von uns ist besser für alle“ und „Gesundheit braucht mehr Personal“ bundesweit demonstrieren.

    Der Referentenentwurf für ein Krankenhausstrukturgesetz bleibe in Sachen Personalbedarf weit hinter den Anforderungen aus der Praxis und sogar noch hinter dem Vorgängerprogramm von 2009 zurück, stellte Bühler klar. Auch in der Altenpflege sei keinerlei personelle Entlastung in Sicht. Dass Arbeit an Menschen zu schlecht bezahlt werde, bestreite niemand mehr: „Aber wenn es konkret um bessere Bezahlung geht, bremsen die Arbeitgeber. Und wenn es um gesetzliche Vorgaben für eine bessere Personalausstattung geht, bremst die Politik“, kritisierte Bühler.

    Wer Angehörige im Krankenhaus oder Altenpflegeheim hat, wisse aus eigener Anschauung, wie wenig Personal eingesetzt werde. Viele Beschäftigte würden mit hohem persönlichen Einsatz versuchen, den Personalmangel wett zu machen und müssten dafür oft mit ihrer eigenen Gesundheit bezahlen. „Deshalb werden die Beschäftigten mit ihren Aktionen jetzt ein Zeichen in der Öffentlichkeit setzen“, betonte Bühler.