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    Trotz grün, gelb, rot – die Pflege bleibt in Not!

    Pressemitteilung

    Trotz grün, gelb, rot – die Pflege bleibt in Not!

    Beschäftigte der Alten- und Altenpflegeheime der Stadt Wuppertal protestieren für mehr Personal, Tarifbindung und solidarische Finanzierung 17.11.2022


    Aktionswoche Altenpflege »Trotz grün, gelb, rot – die Pflege bleibt in Not!« mit Protestaktion der Beschäftigten bei APH am Freitag

    Beschäftigte der Alten- und Altenpflegeheime der Stadt Wuppertal protestieren für mehr Personal, Tarifbindung und solidarische Finanzierung

    »Trotz grün, gelb, rot – die Pflege bleibt in Not!« Unter diesem Motto protestieren in der Woche um den Buß- und Bettag Beschäftigte aus der Altenpflege für mehr Personal, Tarifbindung und eine solidarische Finanzierung. »Höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihre Versprechen einlöst und für bessere Bedingungen in der Altenpflege sorgt«, erklärt Matthias Beckmann, ver.di-Vertrauensmann bei den APH Wuppertal. »Obwohl SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt haben, die Einführung der Personalbemessung in der Altenpflege zu beschleunigen, ist davon bislang nichts zu spüren. Weder Beschäftigte noch pflegebedürftige Menschen haben weitere Zeit zu verlieren.« Das Modellprojekt zur Erprobung des neuen Personalbemessungsinstruments müsse endlich starten. Zudem brauche es für Pflegeheime dringend verbindliche Mindestpersonalausstattungen auf der Höhe der bisher bundesweit festgelegten Höchstwerte.

    Zwar gelte seit dem 1. September für Pflegeheime eine sogenannte Tariflohnpflicht, ob sie aber tatsächlich flächendeckend zu einer angemessenen Bezahlung führe, sei nicht gesichert. »Auch hier besteht also weiter Handlungsbedarf«, so Matthias Beckmann.

    Gleiches gelte für das Finanzierungssystem. »Notwendige Lohnerhöhungen und mehr Personal führen absehbar zu steigenden Eigenanteilen. Hinzu kommen die explodierenden Energiepreise. Das wird viele tausend pflegebedürftige Menschen und ihre Familien finanziell überfordern«, kritisiert Gewerkschaftssekretär Harald Meyer. »Die alte Bundesregierung hat die Probleme auf die lange Bank geschoben. Die Ampel-Koalition muss nun handeln. D.h. Eigenanteile sofort deckeln und mittelfristig die Pflegeversicherung zu einer solidarischen Pflegegarantie weiterentwickeln.« Bei dieser werden alle Einkommensarten solidarisch in die Finanzierung einbezogen und sämtliche pflegebedingte Kosten in der ambulanten und stationären Versorgung übernommen.

    Für diese Forderungen wollen Beschäftigte des städtischen Altenheims Vogelsangstr. 50 mit einer Fotoaktion Druck machen.

    Freitag, 18.11.2022 um 14:00 Uhr, Altenheim Vogelsangstr. 50, 42109 Wuppertal

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