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    Flughafen DUS: Krisenbewältigung ohne Beschäftigte

    Pressemitteilung

    Flughafen DUS: Krisenbewältigung ohne Beschäftigte

    04.12.2020

     
    Aufsichtsgremien der Flughafen Düsseldorf GmbH stellen die Weichen in Richtung Personalabbau

    Die Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH hat ihr Sanierungskonzept vom Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung beschließen lassen. Ein wesentlicher Punkt ist die Reduzierung der Personalkosten – hier sollen ca. 25 Mio. Euro eingespart werden – notfalls mit betriebsbedingten Beendigungskündigungen.

    Damit stellen die Aufsichtsgremien der Flughafen Düsseldorf GmbH die Weichen in Richtung Personalabbau. Allerdings verständigten sich ver.di und die VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) auf einen Notlagentarifvertrag.

    Das Einigungspaket regelt den Schutz der Arbeitsplätze bis 2023. Die Beschäftigten leisten dafür einen Beitrag durch Verzicht auf die für den öffentlichen Dienst vereinbarten Lohnerhöhungen sowie eine Absenkung der Arbeitszeit. Der Tarifvertrag gilt für alle deutschen Verkehrsflughäfen. DUS hat aber bis zum 11. Dezember die Möglichkeit, schriftlich den Ausstieg aus der Notlage zu erklären. In diesem Fall würden die Beschäftigten allerdings die für den öffentlichen Dienst vereinbarten Entgelterhöhungen erhalten.

    Die Geschäftsführung erteilte der Notlage nun eine klare Absage.

    „Die Vereinbarung wurde letztlich durch die Arbeitgeber eingefordert. Uns ist völlig unverständlich, warum Düsseldorf die Regelung liegenlässt.“ meint Peter Büddicker, Landesfachbereichsleiter Verkehr in NRW. „Die von Geschäftsführung und Anteilseignern geforderten Ergebnisse würden mit der Notlage erreicht.“

    Das Land NRW unterstützt den Flughafen mit 250 Mio. Euro. Der Gesellschafter Stadt steuert weitere 50 Mio. Euro aus letztlich öffentlichen Kassen bei.

    „Diese Mittel sollten eindeutig zum Erhalt von Arbeitsplätzen verwendet werden!“ so Büddicker weiter.

    Die deutschen Flughäfen nutzen mit dem Notlagentarifvertrag die Chance, gemeinsam mit den Beschäftigten durch die Pandemie zu kommen. Sobald klar ist, wie sich die Branche dauerhaft verändert, werden strategische Prozesse mit Blick auf die neue Lage sozialverträglich umgesetzt.

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