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    Neueröffnung einer Gorillas-Filiale in Wuppertal

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    Neueröffnung einer Gorillas-Filiale in Wuppertal

    16.09.2021

     
    Stellungnahme ver.di zur Neueröffnung einer Gorillas-Filiale

    Aus Berichten von anderen Standorten wissen wir, dass es seitens der Unternehmensleitung bei der Gründung von Betriebsräten zu massiven Behinderungen kommt bis hin zu „Union Busting“. Im Unternehmen wird aktiv dafür gesorgt, dass Beschäftigte nicht länger als ein Jahr befristet beschäftigt werden mit einer sechsmonatigen Probezeit und somit keine Chance für die Beschäftigten besteht, hier Betriebsratsstrukturen aufzubauen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.

    Die Werbung des Unternehmens, dass die Auslieferung der Ware bei den Kund*innen innerhalb von 10 Minuten nach Auftragseingang erfolgt, geht zu Lasten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Kurier*innen. So müssen sie zu schwere Rücksäcke tragen, haben nur unzureichende Schlechtwetterkleidung oder müssen unter Zeitdruck die Ware ausliefern. Das erhöht deutlich die Unfallwahrscheinlichkeit und das Risiko schwerer Verletzungen. Außerdem haben wir aus Berichten anderer Standorte erfahren, dass Gehälter zu spät gezahlt werden.

    Das Unternehmen nutzt geschickt die gesetzlichen Möglichkeiten von Befristungen, Outsourcing und Betriebsschließungen aus, um gewerkschaftliche Organisierung und Tarifbindung zu verhindern. Deshalb muss hier die Politik regulierend eingreifen, um Unternehmen wie Gorillas zu zwingen, ihren Beschäftigten humane Arbeitsbedingungen mit tariflichen anständigen Gehältern zu ermöglichen und nicht für höchstmögliche Gewinnmaximierung, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu opfern.

    Pressekontakt

    ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper Sonnenstraße 14
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    E-Mail: Service-West.NRW@verdi.de
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    E-Mail: Stephanie.Peifer@verdi.de
    Tel: 0211 / 159 70 - 111