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    Stellungnahme ver.di zum Energiesparprogramm der Stadt Wuppertal

    Pressemitteilung

    Stellungnahme ver.di zum Energiesparprogramm der Stadt Wuppertal

    16.08.2022

    Die derzeitige Energiekrise stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Bereits jetzt treibt die Energiekrise die Inflation in Rekordhöhen, das kommt bei allen Haushalten an.  Neben den Privathaushalten, sind vor allem auch der öffentliche Dienst und die freie Wirtschaft gefordert, ihre Verantwortung zu überdenken und Konzepte zu einer solidarischen Krisenbewältigung zu erarbeiten.

    Aktuell stellt die Stadt Wuppertal grundlegende Maßnahmen des Energiesparplans vor, welches die Beschäftigten in das Home-Office steuert. Durch die vermehrte Arbeit im Home-Office sollen die Heizungen in den Verwaltungsgebäuden heruntergefahren werden und Energiekosten eingespart werden. Ein Ausgleich für den entstehenden Mehrbedarf und die Mehrkosten der Beschäftigten findet aktuell keinerlei Berücksichtigung. So werden Einsparungen im städtischen Haushalt auf Kosten der Beschäftigten vorgenommen. Zudem wird beabsichtigt, die Verwaltung zum Jahreswechsel für 10 Tage zu schließen. Diese Regelung zieht eine Zwangsbeurlaubung mit sich, die bei den Beschäftigten Ärger und Unverständnis auslösen. Bleibt es bei diesen Überlegungen, sind 1/3 ihres Jahresurlaubs davon betroffen. Wie die betroffenen Beschäftigten die erforderlichen Urlaubstage aufbringen sollen, darüber schweigt die Verwaltungsspitze. Gleichermaßen fehlt es noch an Überlegungen im Umgang mit Überstunden, die beispielsweise in Bürgerämtern ausgeschlossen sind.

    Der Eindruck der Ideenlosigkeit verstärkt sich in Anbetracht der jahrelangen Forderungen der ver.di-Personalräte, die Verwaltung an wenigen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr zu schließen. Ihre Forderung fußte bereits damals schon auf Energiesparaspekten. Sowohl der Stadtdirektor als auch die damaligen Oberbürgermeister hatten dies konsequent abgelehnt. Die Einsparungen seien marginal und der Dienstleistung für die Bürger*innen wurde ein höheres Gewicht zugeschrieben.

    Der vorgelegte Plan erscheint daher unzureichend für eine nachhaltige und solidarische Krisenbewältigung. Ebenso erforderlich bleiben nach wie vor Maßnahmen zum Arbeitsschutz sowie die Überprüfung der technischen Ausstattung für die vermehrte Arbeit von Zuhause. Bleiben diese Faktoren unberücksichtigt, entzieht sich die Stadt Wuppertal dem sozialen Verantwortungsbewusstsein. Die Stadtverwaltung ist nun gefordert, Details zu klären. Das schafft nicht nur Planungssicherheit bei den Beschäftigten, sondern auch bei den Bürger*innen, die sich entsprechend der Regelungen orientieren können.

    Pressekontakt

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