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    Erneute Streiks am Flughafen Düsseldorf: ver.di erhöht den Druck …

    Pressemitteilung

    Erneute Streiks am Flughafen Düsseldorf: ver.di erhöht den Druck auf Passagierabfertiger AHS und fordert Fortsetzung der Tarifverhandlungen

    21.05.2021

     
    Im Zuge des seit Januar 2020 andauernden Tarifkonfliktes um einen neuen Vergütungstarifvertrag mit dem Passagierabfertiger Aviation Handling Services (AHS), ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten am Flughafen Düsseldorf am heutigen Freitag (21.5.) von 10:35 bis 16:05 Uhr zum Streik auf. Störungen im Ablauf und daraus resultierende Verspätungen sind möglich. Mehrmalige Aufforderungen zu Tarifverhandlungen seitens ver.di lehnte das Abfertigungsunternehmen ab. AHS verweigert den Beschäftigten damit weiterhin einen rechtssicheren Tarifvertrag.

    „Wir fordern das Unternehmen auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und Monatseinkommen von 500 bis 600 Euro zu beenden. Sollte die AHS ihre Verweigerungshaltung nicht aufgeben, werden wir den Druck während des Sommers weiter erhöhen. Wir erwarten, dass der gemeinsam erzielte Kompromiss endlich umgesetzt wird. Für uns ist klar: Die Beschäftigten brauchen im deutlich anziehenden Sommergeschäft eine sichere Vergütungsperspektive“, erklärte Verhandlungsführer Marvin Reschinsky.

    In den Tarifverhandlungen, die gemeinsam mit dem Standort Köln/Bonn geführt werden, erzielten ver.di und AHS im Januar 2020 einen Kompromiss. Dieser sah deutliche Lohnsteigerungen für die Beschäftigten, die zu großen Teilen im Niedriglohnsektor beschäftigt sind, vor. In den folgenden Monaten weigerte sich das
    Unternehmen die Tarifeinigung zu unterzeichnen. Tarifverhandlungen zur Erzielung eines neuen Ergebnisses lehnt die AHS auch nach Streiks im März weiterhin ab.

    „Das Unternehmen, an dem mehrere öffentliche Flughäfen beteiligt sind, ist finanziell nicht in der Lage, einen neuen Tarifvertrag abzuschließen. Zeitgleich gibt es im Rechtsstreit gegen ver.di zehntausende Euro aus“, so Reschinsky. Im Herbst letzten Jahres reichte das Unternehmen vor den Arbeitsgerichten Düsseldorf und Köln
    einstweilige Verfügungen gegen ver.di ein und scheiterte damit. Auch in der Berufung vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf unterlag das Unternehmen. ver.di fordert die Fortsetzung der Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag mit existenzsichernden Löhnen. Sollte das Unternehmen weiter Verhandlungen blockieren, sind weitere Streiks in den nächsten Tagen und Wochen sowohl am Flughafen Düsseldorf als auch in Köln/Bonn nicht ausgeschlossen. Eine Streikankündigung konnte, aufgrund des angekündigten Einsatzes von Streikbrechern seitens AHS, nicht erfolgen.

    AHS ist an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn Marktführer in der Passagierabfertigung. Zum Geschäftsbereich der AHS gehören unter anderem die Tätigkeiten des Check-Ins, des Boardings, der Gepäckermittlung und der koordinierenden Vorfeldtätigkeiten. Eurowings, Condor, TUI fly, SunExpress, Turkish Airlines, Swiss, Austrian Airlines und weitere Airlines gehören zu den Kunden der AHS. Der Einstiegslohn auf i.d.R. verpflichtender Teilzeitbasis liegt bei 9,90 Euro pro Stunde. Mit diesen Vergütungen bildet die AHS das Schlusslicht innerhalb des Arbeitgeberverbandes der Bodenabfertigungsdienstleister im Luftverkehr e.V.. Die AHS Holding ist ein Konzern, an dem mehrere öffentliche Flughäfen, wie beispielsweise die Flughäfen Hamburg, Hannover oder Köln/Bonn beteiligt sind.
     

    Für die Redaktionen:

    Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation findet am Flughafen während des Streiks keine offizielle Streikversammlung statt. Für Statements steht Ihnen Marvin Reschinsky (ver.di) vor Ort zur Verfügung.

    Pressekontakt

    ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper Sonnenstraße 14
    40227 Düsseldorf
    E-Mail: Service-West.NRW@verdi.de
    Tel: 0211 / 159 70 - 0
    Fax: 0211 / 159 70 - 150
     
    Geschäftsführerin: Stephanie Peifer
    E-Mail: Stephanie.Peifer@verdi.de
    Tel: 0211 / 159 70 - 111