Verkehr

    Alle Räder standen still!!

    Tarifvertrag Nahverkehr

    Alle Räder standen still!!

    Frank Werneke in Düsseldorf und Wuppertal – eine fantastische Stimmung und mehr als motivierte Streikende bei der Rheinbahn und WSW Wuppertal

    Rheinbahn Düsseldorf, 29.09.2020 Stephanie Peifer Rheinbahn Düsseldorf, 29.09.2020

    Ab den frühen Morgenstunden des 29. Septembers 2020 legten die Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe die Arbeit nieder. In Düsseldorf besuchte der ver.di Vorsitzende Frank Werneke früh die Streikenden am Betriebshof Lierenfeld.

    Erstmals seit 20 Jahren wurde gemeinsam bundesweit für bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV gestreikt. Frank Werneke ging auf die Situation im Nahverkehr ein. Unter großem Applaus bekräftigte er, dass die vor einem Jahrzehnt eingeführte abgesenkte Lohngruppe 5a abgeschafft werden muss und es wesentliche Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen geben. In der Streikversammlung ermahnte er die VKA, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben. „Angesichts 15.000 fehlender Stellen im öffentlichen Personennahverkehr und krankmachender Arbeitsbedingungen ist es völlig unverständlich, dass die Arbeitgeber bundesweite Tarifverhandlungen ablehnen. Mit diesem Verhalten haben sie Streiks provoziert.“

    ÖPNV-Warnstreik in Wuppertal am 29.09.2020 Knut Freitag Wuppertal, 29.09.2020

    Am Vormittag fuhr Frank Werneke zusammen mit der Geschäftsführerin des ver.di-Bezirkes Düssel-Rhein-Wupper Stephanie Peifer nach Wuppertal zu den Streikenden der Wuppertaler Stadtwerke. Dort fand auf dem Carnaper Platz vor dem WSW-Gelände eine große Kundgebung unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen mit Rahmenprogramm statt.

    Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Carina Dejna und Henning Brust hat Frank Werneke in seiner mitreißenden Rede an die Streikenden auf die komplizierte Verhandlungssituation hingewiesen und auf die von uns nicht zu akzeptierende ablehnende Haltung der Arbeitgeber. Er betonte die Wichtigkeit der Verbesserung der Einkommens- und Arbeitsbedingungen im ÖPNV, um die Verkehrswende weiter voranzutreiben.

    Das Medieninteresse war enorm.