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    Warnstreik bei der Uniper SE in Düsseldorf

    Warnstreik bei der Uniper SE in Düsseldorf

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    Lautstarke #tarifdeluxe-Party der Uniper-Azubis im Düsseldorfer Medienhafen

    Fantastischer Streikauftakt bei der Uniper SE. Erstmalig in der Geschichte des Uniper-Konzerns solidarisieren sich die jungen Kolleginnen und Kollegen am ersten von zwei Warnstreiktagen und gehen gemeinsam auf die Straße, um dem Arbeitgeber mit einer lautstarken #tarifdeluxe-Party klare Kante zu zeigen.

    Streikende bei der Uniper Zentrale in Düsseldorf am 15.01.2019 Anne Neier, ver.di Jugend NRW Warnstreik bei Uniper Düsseldorf

    Nachdem es auch nach dem zweiten Tarifverhandlungstermin zu keiner Einigung mit dem Arbeitgeber kam, bildete der Streik der Auszubildenden und Beschäftigten der Uniper-Zentrale am gestrigen Tag den Auftakt von zwei Streiktagen. Insgesamt fanden sich etwa 200 Kolleginnen und Kollegen der Uniper aus der ganzen Bundesrepublik vor der Zentrale im Medienhafen in Düsseldorf ein, um gemeinsam für ihre Forderungen einzustehen.

    Die Veranstaltung stand unter dem Motto "#tarifdeluxe". Damit machten vor Allem die Auszubildenden deutlich, warum ihnen ihre Forderung von 160 Euro höherer Ausbildungsvergütung so wichtig ist.
    Die Auszubildenden konnten ihre Gründe für eine gute Tariferhöhung auf ver.di-Jugend Sprechblasen darstellen und diese den Streikenden präsentieren.
    Die Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen des Konzerns haben anschließend die Möglichkeit genutzt, diese dem Management noch einmal besonders lautstark deutlich zu machen.

    Das sogenannte "Angebot" der Arbeitgeberseite von 1,8% und 2,2% für 25 Monate ist eine Provokation für alle Beschäftigten im Uniper-Konzern!

    Stephanie Peifer, Bezirksgeschäftsführerin

    Die Hintergründe für den Streik werden deutlich, wenn man beispielsweise die Ausbildungsvergütungen im Vergleich zu anderen Energieunternehmen betrachtet. Dort liegt Uniper zum Beispiel deutlich hinter RWE, wo Azubis monatlich bis zu 120 Euro mehr bekommen.

    Der Uniper-Vorstand weigert sich trotzdem, seinen Mitarbeitern ein annehmbares und konkurrenzfähiges Angebot zu machen, obwohl der Konzern zuletzt gute Betriebsergebnisse erzielt und deshalb großzügige Dividenden ausgezahlt hat. Stattdessen machten sie in der ersten Verhandlungsrunde kein und in der zweiten ein völlig inakzeptalbes Angebot, welches die Tarifkommission in Ihrer Sitzung vor Weihnachten ablehnte.

    Das letzte Angebot beinhaltete:

    • vier Nullmonate von Januar 2019 bis April 2019
    • ab Mai eine Erhöhung von 1,8% und 40 € für Ausbildungsvergütung
    • ab dem 01.01.2020 eine Erhöhung von 2,2% und 50€ Ausbildungsvergütung
    • dies bei einer Laufzeit von 25 Monaten.

    Wie wichtig vor allem den Azubis die Forderungen sind, machten sie gam 15.01.2019 deutlich. Vertreten waren sie von acht Standorten aus Deutschland. Darunter waren Wilhelmshaven, Heyden, Gelsenkirchen, Edersee, Staudiger, Düsseldorf, Regensburg und Landshut. Für die Kolleginnen und Kollegen aus Bayern begann der Streiktag bereits um zwei Uhr morgens mit der Abfahrt des Busses!

    Am heutigen Mittwoch befinden sich die Kolleginnen und Kollegen sämtlicher deutscher Uniper-Kraftwerke im Streik. Insgesamt bewiesen heute etwa 1.300 Kolleginnen und Kollegen vor den Kraftwerkstoren, dass ihnen die Tarifforderung von 6,8% äußerst ernst ist.