Handel

    Weitere Streiks im Einzelhandel im Bezirk Düssel-Rhein-Wupper

    Tarifrunde Einzelhandel NRW

    Weitere Streiks im Einzelhandel im Bezirk Düssel-Rhein-Wupper

    Streik im Ein­zel­han­del am 23.07.21 Robert Puleski Streik im Ein­zel­han­del am 23.07.21

    Das ist der Hammer!!!

    Am 15.07.2021 wurden die Verhandlungen für die rund 700 000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel auch in der 4. Runde ohne einen entscheidenden Durchbruch beendet.
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte einen Vorschlag in der 4.Verhandlungsrunde zur Lösung des stockenden Tarifkonfliktes unterbreitet.
    Auf wünsch der*s Beschäftigte*n können zukünftige Entgelterhöhungen für einen vereinbarten Zeitraum in zusätzliche Urlaubstage umgewandelt werden. Diese Möglichkeit soll für alle Unternehmen gelten.

    Das heißt: Geld oder Freizeit

    Ein*e Beschäftigte*r entscheidet, dass sie/er anstelle einer x-prozentigen Erhöhung zunächst für y-Monate ihr/sein bisheriges Entgelt behält und statt der Erhöhung zusätzliche Urlaubstage erhält. Die Entgelterhöhung  greift dann erst zu einem späteren Zeitpunkt.
    Dies bietet den Beschäftigten mehr Arbeitszeitsouveränität und leistet einen Beitrag zum Gesundheitsschutz, da es ein Plus an Erholungszeit  gibt.
    Für die Unternehmen bringt es die von ob ihnen geforderte zeitweise Entlastung, da sie anstelle von Entgelterhöhungen zunächst nur mehr Urlaubstage gewähren müssen.

    Die Antwort der Arbeitgeber: Nö, machen wir nicht!!!

    Lösungsansätze? Fehlanzeige!

    Sie bleiben stur in ihrem „freiwilligen Orientierungsrahmen“ Es bleibt also bei freiwilligen Erhöhungsmöglichkeiten zum Juli 2021 und somit bei Reallohnverlust.

    Somit hatten aus dem Raum Düssel-Rhein Wupper die Filialen H&M in Remscheid, Hilden und Düsseldorfer Bilker Arkaden, Primarkt Schadowstr, das Esprit Outlet in Ratingen, der Esprit Store Schadowstraße, der Douglas-Filiale an der Königsallee, Saturn Flingern und auf der Königsallee gestreikt.

    Die Kolleginnen und Kollegen haben am Freitag, den 23.07.2021 auf dem Corneliusplatz in der Düsseldorfer Innenstadt ihren Unmut gegenüber dem Arbeitgeber gezeigt und lautstark protestiert „Ohne uns kein Geschäft!". Sie gaben den Arbeitgebern somit das das Zeichen,  jetzt erst recht!!!

    ver.di fordert für die rund 502.000 sozialversicherungspflichtig- und 197.000 geringfügig Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel, 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge

    Die Verhandlungen werden am 01. September fortgesetzt.