Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Mehr Geld und Tarifbindung bei der AWO

    Mehr Geld und Tarifbindung bei der AWO

    Fotoaktion zum Internationalen Frauentag.
    AWO ver.di AWO

     

    Im Rahmen der laufenden Tarifrunde mit den Arbeitgebern der AWO in Nordrhein-Westfalen, führten die Beschäftigte am Montag (8.3.) Protest- und Fotoaktionen vor ihrer Einrichtung in ganz NRW durch. So auch bei uns in Düsseldorf. Am internationalen Frauentag setzen sie sich für eine Aufwertung der sozialen Berufe bei der AWO ein, die noch immer mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden.

    In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di einen Mindestbetrag von 75 Euro, um die unteren Entgeltgruppen gezielt zu stärken.

    Fotoaktion zum Internationalen Frauentag.
Mehr Geld und Tarifbindung bei der AWO Jennifer Soff Mehr Geld und Tarifbindung bei der AWO  – Fotoaktion zum Internationalen Frauentag. Mehr Geld und Tarifbindung bei der AWO

    „Auch bei der AWO zeigt die Pandemie wie ein Brennglas: Soziale Arbeit, Erziehung und Pflege sind für unsere Gesellschaft überlebenswichtig und oft weiblich. Diese Arbeit verdient es aufgewertet zu werden. Gleichzeitig arbeiten überwiegend Frauen in Teilzeit, oft ungewollt. Der Druck durch Überlastung und Personalmangel ist groß. Wir brauchen deshalb dringend einen starken Tarifabschluss, der die Lücke zum TVöD schließt. Nur so kann die AWO als Arbeitgeber wettbewerbsfähig bleiben. Ein TVöD-light reicht uns nicht!“, erklärte Jennifer Soff, ver.di Gewerkschaftssekretärin für Gesundheit und Soziales in Düsseldorf.  

    Bei der AWO in NRW sind rund 60.000 Menschen beschäftigt. Nur ca. 35.000 von ihnen fallen unter den Tarifvertrag AWO NRW. „Wenn in einem Haus unterschiedliche Tarifverträge gelten, spaltet das die Belegschaften. Das sorgt für Unmut. Die Pandemie beweist, welchen Beitrag Tarifvertragsparteien zur Bewältigung der Krise leisten. Außerdem gibt es Häuser, die gar nicht tarifgebunden sind. Wir fordern die Arbeitgeber deshalb auf, sich gemeinsam für die flächendeckende Tarifbindung einzusetzen - so wie es die AWO zu ihrem 100-jährigen Jubiläum verkündet hat. In NRW haben wir den AWO-Tarifvertrag“, mahnte Susanne Hille, ver.di Verhandlungsführerin für den AWO Tarifvertrag.

    Die zweite Verhandlungsrunde findet am 17. März 2021 als digitaler Termin statt.