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    Sozial- und Erziehungsdienst: DANKE, für euren solidarischen …

    Sozial- und Erziehungsdienst: DANKE, für euren solidarischen Einsatz! Corona Krise fordert viel von uns allen

    DANKE KiTa und OGS ver.di NRW DANKE KiTa und OGS

    Ohne Kitas und OGS geht es nicht!

    Ohne den Notbetrieb in Kitas und an Schulen könnte die kritische Infrastruktur des Landes vielfach nicht aufrechterhalten werden, könnten z.B. viele Pflegekräfte in den Krankenhäusern, die Polizisten und Feuerwehrleute oder Kolleg*innen im Lebensmittelhandel, die Kinder haben, nicht arbeiten.

    Ohne euren Einsatz wäre unser aller Sicherheit und Versorgung in dieser Krise gefährdet.

    Mit zunehmender Dauer der Corona Krise und der Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus und gleichzeitig der Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge, werden die Anforderungen an uns alle jedoch weiter steigen.

    Mit dem Erlass vom 20.03.2020 der NRW Landesregierung zur Ausweitung der Notdienste in Kitas und Schulen steigt die Zahl der zu betreuenden Kinder und wird es schwieriger sich gegenseitig vor Infektionen zu schützen.

    Es ist grundsätzlich schon ein Problem, insbesondere bei Kleinkindern, entsprechend Abstand zu wahren oder Schutzmaßnahmen (Schutzmaske usw.) umzusetzen. Bei mehr als 5 Kindern pro Gruppe ist dies kaum mehr möglich. Darüber hinaus fehlt es oft an dem notwendigem Material wie z.B. Desinfektionsmitteln.

    Der Einsatz des Personals und vor allem die Vermeidung des Einsatzes von sogenannten Risikobeschäftigten mit Vorerkrankungen, wird schwieriger und die Besorgnis einer Ansteckung wächst.

    Eure Gewerkschaft ver.di tut alles, was möglich ist, um in dieser noch nie dagewesenen Situation, dafür Sorge zu tragen, dass ihr informiert seid, dass die Arbeitgeber ihren Pflichten nachkommen und Arbeitnehmerrechte bestehen bleiben.

    Aber auch Arbeitgeber und Jugendämter geraten aufgrund der Dynamik der Ereignisse an ihre Grenzen und für viele rechtliche und organisatorische Fragen gibt es keine Antworten, Rechtssicherheit oder zufriedenstellende Lösungen.

    Wir sind gemeinsam gefordert, die Gratwanderung hinzubekommen, eine gute Betreuung der Kinder von Schüsselpersonen zu gewährleisten und gleichzeitig euch nicht unnötig zu gefährden und zu überfordern.

    ver.di fordert daher

    • von der Landesregierung: sorgt dafür, dass die Kinderzahl in den Notgruppen auf das notwendigste Maß begrenzt bleibt,'
       
    • von den Arbeitgebern: Risikobeschäftigte von der Betreuungsaufgabe freizustellen und sie mit anderen Aufgaben zu betrauen,
       
    • von den Arbeitgebern: den Einrichtungen alle notwendigen Schutzmaßnahmen zu organisieren und -materialien zur Verfügung zu stellen,
       
    • von den Arbeitgebern: die Mitbestimmung der Betriebs- und Personalräte, sowie Mitarbeitervertretungen zu beachten.

    Die neuen Regelungen der Landesregierung stellen weiterhin die Vermeidung von Sozialkontakten in den Vordergrund und empfehlen kleine Gruppen im gewohnten Umfeld. Ebenso soll weiterhin der Personaleinsatz von Risikobeschäftigten vermieden werden.

     
    Weitere Informationen:

    • Das Ministerium hat Fachempfehlungen entwickelt, die hier zu finden sind.
    • Viele von euch sind auch verunsichert und haben Fragen zu ihren Rechten und Pflichten. Hierzu findet ihr Informationen auf einer speziellen ver.di-Seite.
    • Weitere ver.di Informationen speziell für den Sozial- und Erziehungsdienst findet ihr hier.
    • Informationen zu der Erkrankung und wie man sich schützt findet man beim Robert Koch Institut.

     
    Bei Fragen zur Situation in eurem Betrieb wendet euch an eure Personal- / Betriebsräte / Mitarbeitervertretung oder die ver.di-Vertrauensleute.

    Weitere Infos haben auch die Gewerkschaftssekretär*innen von ver.di für euch. Wenn ihr Fragen habt oder Ideen, wie wir mit euch die Situation verbessern können, dann sprecht uns an.

    Einen vollständigen Schutz vor Infektionen wird es aber nicht geben, es geht in erster Linie darum die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Vorerkrankte zu schützen, damit die medizinische Versorgung mithalten kann.

    Wissenschaftler*nnen prognostizieren, dass die Mehrheit der Bevölkerung an dem Virus erkranken wird, dies aber für die meisten auch unproblematisch ist und zu einer Grundimmunität in der Bevölkerung führt.

    Wir wollen die Situation nicht verharmlosen, aber wir müssen auch Panik vor Ansteckungen vermeiden, denn wir sind gemeinsam gefordert die Krise zu überwinden und ohne euch geht es nicht!

    Bleibt gesund!